Renaturierung – Was ist das eigentlich ?

In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen über das Renaturieren berichten. Aktuell läuft in Mülheim an der Ruhr ebenfalls eine Renaturierung und zwar die des Rumbaches.

Was ist Renaturierung

Renaturierung ist ein Prozess, bei dem menschlich veränderte oder beeinträchtigte Landschaften in ihre natürlichen Zustände zurückgeführt werden. Dies kann durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden, wie beispielsweise die Wiederherstellung von Flussläufen, die Wiederherstellung von Feuchtgebieten oder die Aufforstung von gerodeten Gebieten.

Sie ist ein wichtiger Prozess, der dazu beitragen kann, den Schaden, den wir Menschen der Umwelt zufügen, zu „reparieren“. Durch die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme können wir nicht nur die Artenvielfalt und die Lebensräume für Pflanzen und Tiere wiederherstellen, sondern auch dazu beitragen, dass unsere Ökosysteme widerstandsfähiger gegenüber Klimawandel und anderen Umweltbedrohungen werden.

Artenvielfalt Schützen

Neben dem Klimaschutz hat Renaturierung aber auch einen entscheidenden Impakt auf die Flora und Fauna.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Renaturierung ist die Wiederherstellung eines Flusses. Viele Flüsse waren in den letzten Jahrzehnten stark beeinträchtigt und verschmutzt. Durch die Renaturierung können die Flussufer wieder in ihre natürliche Form zurückversetzt und Feuchtgebiete wiederhergestellt werden. Dies führte zu einem Anstieg der Artenvielfalt und einer Verbesserung der Wasserqualität. Insgesamt können so ganze Ökosysteme wiederhergestellt werden.

Klimawandel Entgegenwirken

Um den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken können eine Renaturierungsmaßnahmen helfen.

  1. Wiederaufforstung: Das Pflanzen von Bäumen ist eine effektive Methode zur Verringerung von Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Atmosphäre. Bäume absorbieren CO2 durch Photosynthese und speichern es in ihren Stämmen, Blättern und Wurzeln. Wenn alte Wälder gerodet werden, kann das Freisetzen von CO2 vermieden werden, indem man diese Flächen wieder aufforstet.

  2. Moorschutz: Moore sind natürliche Kohlenstoffsenken, die Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen und speichern. Durch die Entwässerung von Mooren wird jedoch das gebundene Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Die Renaturierung von Mooren durch Wiedervernässung und Wiederaufforstung kann dazu beitragen, den Kohlenstoff in den Mooren zu speichern und den Treibhauseffekt zu verringern.

  3. Renaturierung von Feuchtgebieten: Feuchtgebiete sind wichtige Kohlenstoffsenken, da sie große Mengen an organischem Material und Sedimenten speichern. Die Wiederherstellung von Feuchtgebieten, die zuvor entwässert oder umgewandelt wurden, kann dazu beitragen, diese wichtigen Ökosysteme wiederherzustellen und ihre Kohlenstoffbindungskapazität zu erhöhen.

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Gut Ding braucht Weile

Renaturierung ist jedoch kein schneller Prozess. Es kann Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte dauern, bis ein Ökosystem vollständig wiederhergestellt ist. Es erfordert auch eine sorgfältige Planung und Durchführung, um sicherzustellen, dass die Renaturierung erfolgreich ist und dass das Ökosystem nachhaltig bleibt.

Insgesamt ist die Renaturierung ein wichtiger Schritt, um unsere Umwelt zu schützen und wiederherzustellen. Es erfordert jedoch eine gemeinsame Anstrengung von Regierungen, Gemeinden und Einzelpersonen, um eine erfolgreiche Renaturierung zu erreichen und unsere Umwelt zu schützen.


Bildquelle: Florian Kreppel

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