Black Friday vs. Green Friday

24.11.2023, heute ist Black Friday

Das Thema Black Friday ist in aller Munde. Ob im TV oder in Geschäften, man kommt kaum um die Aufsteller und Sale-Schilder herum.

Aber was hat das mit Umwelt zu tun?

Der Black Friday regt zum Konsum an. Und das durch die höchsten Angebote im ganzen Jahr. Wenn man unbedingt etwas benötigt, spricht grundsätzlich nichts dagegen bis zum Black Friday zu warten und für ein Schnäppchen zuzuschlagen, doch häufig wird nur gekauft…um zu kaufen. Die gesamte Aktion regt den Konsum und das Kaufverhalten vieler Leute stark an. Auch, wenn sie eigentlich gar nichts benötigen.

Innerhalb der letzten Jahre sind die Ausgaben immer weiter gestiegen. Das liegt zum Beispiel auch daran, dass viele Unternehmen von nur einem Tag Rabattaktionen weggegangen sind, und die Prozente über eine ganze Woche (Black Week) strecken.

Während die Ausgaben der Deutschen im Jahr 2018 bei 2,5 Mrd. € lagen, liegt die Prognose für dieses Jahr bei ca. 5,8 Mrd. €.

Green Friday

Da die Gegenstimmen zum Black Friday in den letzten Jahren immer lauter geworden sind, wollen sich manche Unternehmen durch den sogenannten „Green Friday“ absetzen.

Aber was bedeutet das?

Der Green Friday soll die nachhaltige bzw. umweltfreundliche Gegeninitiative zum Black Friday sein. Es gibt Unternehmen, die im Zuge dessen neben einem Rabatt Zusatzaktionen anbieten. Beispielsweise: Der Kunde bekommt 10 %, zusätzlich wird für jeden Kauf ein Baum gepflanzt. Das ist mit Sicherheit kein verkehrter Ansatz, ist aber auch nur dann sinnvoll und nachhaltig, wenn der Kunde das Produkt nur bei einem tatsächlichen Bedarf kauft.

Aber Achtung! Der Green Friday wird oft als Masche für Greenwashing genutzt. Bieten Unternehmen hohe Rabatte, ohne zusätzliche Aktionen wie Bäume pflanzen etc. ist das Ganze nichts weiter als der Black Friday unter einem grünen Kostüm.

Tipps, für einen nachhaltigeren Black Friday: 

TIPP 1: SICH GEDANKEN MACHEN

Der wohl wichtigste Tipp ist der, sich vor dem Kauf wirklich Gedanken zu machen, ob man wirklich etwas kaufen muss. Klar, wenn man die Liebsten an Weihnachten beschenken möchte, dann kann man eventuell am Black Friday oder dem Cyber Monday ein paar Schnäppchen machen, jedoch verleiten die vielen bunten Banner zu Spontankäufen, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Daher sollte jeder Kauf gut überdacht werden. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und überlegen Sie vor dem Kauf.

TIPP 2: GEBRAUCHTE PRODUKTE KAUFEN

Vor dem Kauf sollten Sie sich überlegen, ob es ein Neukauf sein muss. Elektrische Artikel wie Smartphones, Tablets oder Computer, aber auch fast alle anderen Konsumgüter können problemlos gebraucht gekauft werden. In unserer Gesellschaft haben Produkte einen immer kürzeren Lebenszyklus, sodass viele Güter auf dem Gebrauchtmarkt einen guten bis neuwertigen Zustand besitzen. Wer gebrauchte Waren kauft, schont effektiv die Umwelt.

TIPP 3: NACHHALTIGE PRODUKTE KAUFEN

Wenn es jedoch neue Produkte sein sollen, ist es für die Umwelt und das Klima wichtig, dass diese nachhaltig erzeugt wurden. Achten Sie beim Kauf auf Hersteller und Produkte, die diesen Stand erfüllen. Ebenfalls sind Bio und fair gehandelte Produkte Billigwaren vorzuziehen. Utopia führt dazu eine Bestenliste, auf die wir gerne verlinken möchten: https://utopia.de/bestenlisten/

TIPP 4: REPARATURFREUNDLICHE PRODUKTE KAUFEN

Wer billig kauft, der kauft zweimal! Ein Sprichwort, was bestimmt jeder schon einmal gehört hat. An dem saloppen Satz ist jedoch mehr dran, als ein mancher denken mag. Viele qualitativ hochwertige Produkte halten oft länger als billige Massenware (Ausnahmen bestätigen die Regel). Auch lassen sich diese Produkte oft reparieren und somit länger verwenden. Jedoch gibt es auch viele Hersteller, die gezielt eine einfache Reparatur verhindern. Ein schönes Beispiel hierfür sind Smartphones, dessen Akku sich inzwischen nicht mehr einfach tauschen lässt. Was früher besonders für einen Hersteller aus Kalifornien galt, ist heute der Status quo. Achten Sie deshalb beim Kauf neben der Qualität der Ware auf dessen Möglichkeit einer Reparatur. Wenn der Hersteller Ersatzteile anbietet, ist das schon mal ein guter Anhaltspunkt.

TIPP 5: LOKAL EINKAUFEN

Wenn Sie nicht gerade auf dem Dorf wohnen, lohnt es sich fast immer zu Fuß, mit dem Drahtesel oder dem ÖPNV in die Stadt zu gehen/fahren und vor Ort die gewünschten Waren zu kaufen. Damit unterstützt man nicht nur die Händler vor Ort und sorgt für ein lebendiges Stadtbild, sondern man vermeidet auch unnötige CO₂-Emissionen, die durch den Versandhandel erzeugt werden. Auch wird so viel Verpackungsmüll eingespart. Wenn Sie sogar den Jutebeutel einpacken, können Sie auch Einkaufstüten einsparen.

Dieser Vorteil wird jedoch obsolet, wenn für jede Kleinigkeit mit dem SUV in die Innenstadt gefahren wird.

TIPP 6: NICHTS KAUFEN

Der letzte Tipp ist wohl auch der einfachste. Wer die Umwelt schonen möchte und nichts braucht, der lässt den Black Friday einfach links liegen und freut sich auf das anstehende Wochenende.


Bildquelle: Eigenes Bild

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