Mach dein Ding!

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Über das Projekt

Gute Ideen für den Klimaschutz

Gute Ideen für Klimaschutz im Alltag gibt es viele. Um diese umzusetzen, braucht eine Gesellschaft möglichst viele Menschen, die Lust haben sich zu engagieren. Doch oft fehlen die finanziellen Mittel dazu.

Die Mülheimer Initiative für Klimaschutz e. V. konnte hier mit einer Projektförderung durch die Sparkassen-Stiftung helfen.

Für 2018 ist die letzte Förderperiode erfolgreich beendet. Neun unterschiedliche Projekte haben für ihre Ideen eine Förderung bekommen.

Wir wollen dieses schöne Projekt gerne langfristig weiterführen und suchen dafür Partner*innen!
Melden Sie sich gerne bei uns, wenn Sie lokale Projekte mit einer Spende unterstützen wollen.

Das Projekt “Mach dein Ding!” 2018 wurde gefördert durch den “Förderverein Lokale Agenda 21 e.V” und durch die “Sparkassenstiftung Mülheim an der Ruhr”.

Wie funktioniert’s?

Wer kann sich hier bewerben?

Initiativen, Schulklassen, Kitas oder auch Privatpersonen können sich jederzeit bewerben.

Was wird gefördert?

Es werden Umweltprojekte gefördert, die sich für Themen des Klimaschutzes in Mülheim an der Ruhr einsetzen und als positives Beispiel dienen können.
Grundvoraussetzung für die Förderung ist, dass das Vorhaben einer Allgemeinheit zugutekommt und möglichst offen ausgelegt ist.

Zu den geförderten Projekten können zählen: Aktionen, Veranstaltungen, Exkursionen, Feste, Projekte. Dieses sollten stets den Klimaschutz im Fokus haben uns sich an bestimmte Richtlinien halten.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Bei der Beschaffung und Durchführung gibt es Folgendes zu beachten:

Vermeidung von Müll, das heißt auf eine angemessene Menge von Werbemitteln achten.

Werbematerialien sollten nicht übermäßig und wenn auf 100 % Recyclingpapier gedruckt werden.

Neu angeschaffte Produkte und Materialien sollen so klimafreundlich wie möglich sein, das heißt es soll möglichst regional, fair und ökologisch produziert werden.

Welche Kosten werden gefördert?

Material für handwerkliche Tätigkeiten
Benötigte Werbemittel
Material für die Durchführung von Aktionen
Reisekostenzuschüsse für den ÖPNV
Honorarkosten

Wie bekomme ich das Geld und wieviel?

Stelle per Antragsformular einen Antrag bei der Mülheimer Initiative für Klimaschutz e. V.

Erkläre, was dein Projekt für den Umweltschutz leisten kann und wieviel Geld dafür nötig ist (kurze Kostenaufstellung).

Die Höchstfördersumme beträgt maximal 400,00 €.

Wichtig: Die Kostenerstattung erfolgt erst nach Ablauf des Projektes per Einreichung eines “Antrags auf Auslagenerstattung” und aller Originalbelege (Quittungen, Rechnungen, Bons).

Anleitung zur Abrechnung von Kosten

Entstandene Kosten können nur so erstattet werden:

  1. Originalbelege sammeln.
  2. “Bitte um Auslagenerstattung” von unserer Homepage herunterladen und ausfüllen.
  3. Vollständige Originalbelege und ausgefüllte “Bitte um Auslagenerstattung” zeitnah bei uns einreichen.
Wie schnell geht das?

Die Mülheimer Initiative für Klimaschutz e. V. berät über die eingegangenen Anträge und meldet sich innerhalb von 14 Tagen nach Antragstellung.

DURCHGEFÜHRTE PROJEKTE

Luisenschule/Lars Wolf – Insektenfreundlicher Schulgarten

Der Schulgarten der Luisenschule wurde insektenfreundlich gestaltet. Dazu wurde unter anderem ein großes Staudenbeet angelegt. Der Boden im Schulgarten wurde durch die am Gebäude erfolgten Umbauarbeiten so stark verdichtet, dass dort keine Stauden mehr wachsen können.

Mit dem Staudenbeet soll das Nahrungsangebot für Insekten im Schulumfeld erhöht werden.

Caritas Mülheim/Stefanie Möller – Kräuterspirale, Gemeinschaftspflanzaktion Industriecafé

Das Industriecafé ist ein niederschwellig angelegtes Beschäftigungsangebot für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Suchtproblematiken mit dem Ziel der sozialen Eingliederung. Das Gelände rund um die Einrichtung wurde ökologisch wirksam durch die Pflanzung einer Kräuterspirale umgewandelt: Kräuter, Stauden, Pflanzsteine und 1 Tonne Mutterboden wurden dabei verarbeitet.

Die Teilnehmer wurden durch das Mitwirken am Projekt für das Thema Umweltschutz sensibilisiert und dazu animiert, weitere eigene Ideen zu entwickeln.

Margret Frömmel – Frühjahrsblüher zum Erhalt der Insektenvielfalt

Eine Gruppe von engagierten Menschen hat Blumenzwiebeln gesetzt:
In den Beeten am Fossilienweg und an der Auffahrt zum Radschnellweg R1 am Eppinghofer Bruch.

Der enorme Rückgang der Insektenpopulation und Hungertod der Bienen, Hummeln, auch mangels Blütenangebot im zeitigen Frühjahr hat beunruhigt und zum Handeln motiviert.

Gepflanzt wurden:

Crocus chrys. “Romance”, hellgelber Wildkrokus mit blaugrauen Flecken an der Basis, der von den Imker wegen des hohen Pollen- und Nektargehaltes als “Bienenmagnet” bezeichnet wird.

Crocus chrys. “Ard Schenk”, weißer Wildkrokus mit bronze-gelber Mitte.

Crocus tomm. “Ruby Giant” strahlend violettpurpurnen Wildkrokus, der innen etwas heller ist als an den Außenseiten der Blütenblätter.

Galanthus nivalis , heimisches Schneeglöckchen mit langer Blütezeit und robusten Wesen, wichtige frühe Insektenweide für halbschattige Lagen geeignet.

Anemone nemorosa, heimische, wunderschöne Anemone, die im Halbschatten wächst.

Waldkindergarten/Sabine Fröber – Ausleihe BEMIL

Einen Monat lang wurde das Bewegungs- und Ernährungsmobil BEMIL ausgeliehen, um den Kindern die Bewegung mittels eigener Körperkraft und verantwortungsvolle Ernährung mit Bio-Lebensmitteln näher zu bringen.

Die einzelnen Bewegungselemente wurden miteinander kombiniert und zu einer Bewegungslandschaft zusammengestellt. Ganz ohne Strom und Plastik konnten die Kinder ausprobieren, umgestalten, neu gestalten.

Die Module im Bereich Ernährung enthielten Anregungen zum Zubereiten von Speisen, zum Schmecken und Riechen. Die Kinder haben sich unter anderem selber gesunde Brote gemacht, Schlagsahne zu Butter geschüttelt und Geschmackstests durchgeführt.

Mölmsche Honig/Kerstin Gründel – Verkehrsinsel für Insektenwelt

Auf der Verkehrsinsel zwischen Uhlandstraße, Kloppstockstraße und Bruchstraße wurden alle Unkräuter entfernt, neue Erde aufgebracht und zahlreiche Staudenpflanzen gesetzt. Dazu wurde ein ganzer Schwung Wildtulpen und Krokusse verbuddelt und insektenfreundliches Saatgut gesät.

Mittelfristig ist geplant, dass dieser Standort eine Station des Bienenlehrpfades wird, der durch Eppinghofen führen soll. An dieser Stelle sollen allen Interessierten insektenfreundliche Pflanzen vorgestellt werden. Gleichzeitig ist die Neugestaltung der Verkehrsinsel eine Möglichkeit, die Nachbarschaft blühend zu verschönern. Hierdurch soll noch mehr Nachbarn auf die Idee kommen, öffentliches Grün neu zu gestalten.

Die Stadt Mülheim hat die Patenschaft für diese Verkehrsinsel übernommen.
Darüber hinaus sollen weitere Stationen des Bienenlehrpfades entstehen. So hat bereits die Grundschule am Dichterviertel ihre Beteiligung zugesagt und es wird eine Station am Standort von Mölmsche Honig geben. Nach Eröffnung des Bienenlehrpfades sind Führungen geplant, die über Honig-, aber auch über Wildbienen und Hummeln informieren.

Kleingartenverein Eppinghofen e. V./Martina Müller – Schülergarten

Mit dem Anlegen von Hochbeeten auf einer Gemeinschaftsfläche von ca. 100 m2 auf dem Gelände des Kleingartenvereins unmittelbar gegenüber dem Schulhof der städtischen Grundschule „Am Dichterviertel“ wurde die bessere Vernetzung von Grundschule und Kleingartenverein im Hinblick auf außerschulische Bildung für Kinder im Bereich Naturschutz und Ernährung gefördert.

Die Beetanlage wurde naturnah gestaltet und mit heimischen Wildsträuchern eingefasst. Dadurch wurde die bisherige Brache sinnvoll aufgewertet.

Die angelegten Hochbeete werden dann durch Kinder aus der OGS unter Anleitung einer Schulsozialarbeiterin betreut. Es sollen auch Patenschaften zwischen Kleingärtnern und Schülerbetreuung entstehen.

Kambium gUG/Dirk Jungbluth – MINT-AG 5/6 Holzworkshop

Die technisch orientierte AG fand einmal wöchentlich mit je zwei Schulstunden mit maximal sechs bis acht Schülerinnen und Schülern statt.

Da an einem Gymnasium der technische Bereich oft zu kurz kommt, sollte durch diese AG das Interesse der Schülerinnen und Schüler für den naturwissenschaftlichen Bereich bereits früh geweckt werden. Durch die Verbindung von biologischen Aspekten und handwerklicher Verarbeitung konnte ein seltenes und fächerverbindendes Angebot gemacht werden, welches zusätzlich an die unmittelbare Umgebung anschloss.

Inhaltlich hat sich die AG dem aktuellen Baumsterben in Mülheim an der Ruhr gewidmet. Neben der Betrachtung und Identifizierung von unterschiedlichen Holzbaumschädlingen, insbesondere invasiver Arten (Neobiota), haben sie die Schülerinnen und Schüler auch mit dem Material Holz der betroffenen Baumarten auseinandergesetzt. Durch die handwerkliche Umsetzung verschiedener Holzarten wurden die Sensibilität und auch die materialbezogene Kreativität gefördert.

Die Baum-AG hat viele Gebrauchsgegenstände aus den Hölzern der Straßenbäume gemacht: Smartphoneständer, Schreibtischsets, Fußbänke.

Beim Tag der Tierpaten der Arche am Witthausbusch wurden die “Überproduktionen” verkauft. Durch den Erlös konnte die Gruppe eine Tierpatenschaft übernehmen.

Zum Abschluss der AG sind die Schülerinnen und Schüler vor den Sommerferien noch zum Baumklettern in den Raffelbergpark gegangen.

Das Otto-Pankok-Gymnasium wird die AG wegen der großen Nachfrage fortführen. So werden immer aus den Jahrgängen 5. und 6. Klasse neue ” Arboristiker” hervorgehen und sich umfangreich mit den Straßenbäumen und deren Wichtigkeit für Mülheim auseinandersetzen.

IGS Interessengemeinschaft Speldorf e. V./Hartmut Meyer – „Speldorf grünt und blüht“

Die IGS hat sich mit ihren Mitgliedern dafür eingesetzt, Pflanzenkübel naturnah neu zu bepflanzen und damit das Stadtbild optisch und umweltgerecht aufzuwerten.

Dabei wurden Pflanzen ausgewählt, die Insekten Nahrung bieten und die mehrjährig sind.

BaumWatch/Melanie Wolters – Zukunft Pflanzen!, Pflanzen eines Stadtbaums

Auf dem Spielplatz Witthausbusch wurde eine Roteiche gepflanzt.

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Ansprechpartnerin

N.N.
Tel 0208 – 299 85 90
Mail: info@klimaschutz-mh.de

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