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Kryptowährungen werden immer beliebter und zunehmend als Zahlungsmittel anerkannt. Diese „Coins“ basieren auf der neuen Blockchain-Technologie, was bedeutet das im Prinzip jeder jederzeit kopiersichere Coins herstellen kann.

Für die Generierung wird ein Computer mit einer auf die Coins zugeschnittenen Hardware benötigt. Diese Computer laufen dann oft 24 Stunden durch und kreieren je nach Rechenleistung Anteile von Coins. Da diese Rechenaufgaben sehr intensiv sind, geht der Generierungsprozess mit einem hohen Stromverbrauch einher. Daher lohnt sich das Mining auch nur in Ländern, die über niedrige Stromkosten verfügen.

Die Cambridge-Universität gibt aktuell (21.07.21) den jährlichen Strombedarf des Bitcoin-Netzwerks mit rund 69.58 Terrawattstunden an. Das entspricht in etwa der Leistung aller Atomkraftwerke in Deutschland im Jahr 2020. Es muss jedoch bedacht werden, dass der Bitcoin nur eine Kryptowährung unter vielen ist. Der reine Stromverbrauch eines Bitcoin liegt bei ca. 1700 Kilowattstunden und damit etwa halb so viel wie durchschnittliche 2 Personenhaushalt im Jahr verbraucht.

Somit lässt sich der erste Teil der Frage klar bejahen. Die Erzeugung von Kryptowährung ist stromintensiv und der Trend läuft dahin, dass der Anteil an Kryptowährung weiter zunimmt. Auch Zentralbanken wie beispielsweise die EZB prüfen eigene Kryptowährungen, um nicht den Anschluss an die Privatwirtschaft zu verlieren.

Doch wie sieht es mit dem Umweltaspekt aus, Strom kann ja auch klimaneutral hergestellt werden?

In den letzten Jahren standen die größten Farmen unter anderen in China in Regionen, in denen der Kohlestrom besonders billig war. Somit war alleine der Bitcoin 2018 verschiedenen Forschern nach für 37 bis 69 Millionen Tonnen CO2 verantwortlich. In letzter Zeit gab es aber eine Abwanderung der chinesischen Farmen nach Georgien. Dies hat zum Grund das China fürchtet, dass sich Kryptowährungen der staatlichen Kontrolle entziehen können. Aus Umweltsicht hat sich für diese Farmen die Situation jedoch verbessert, da Georgien rund 65 % seines Stroms aus Wasserkraft generiert. Jedoch ist die Sachlage viel komplizierter und daher nicht einfach übertragbar. In Georgien haben die Farmen zudem zu steigenden Stromkosten und mehreren Stromausfällen und Bränden gesorgt. China Indies hat eine eigene Kryptowährung, den digitalen Renminbi auf den Markt gebracht und damit begonnen, andere Kryptowährungen zu verdrängen. Somit wird sich über kurz die Situation in der Kohlestromregion nicht verbessern. Viele andere Farmen stehen stand heute in Regionen, in denen günstiger Strom und/oder klimatische Bedingungen herrschen. Etwa Island, Norwegen, Schweden oder Kanada, aber auch die USA, Iran, Venezuela und Russland. Neben dem Stromverbrauch wird aber auch sehr viel Elektronik benötigt, die unter der starken Belastung häufig ausgetauscht werden muss. So entsteht viele Tonnen Elektroschrott pro Jahr.

Nach aktuellem Stand lässt sich also zusammenfassen, dass Kryptowährungen aufgrund der Energieversorgung zumeist aus fossilen Quellen sowie seiner Abfallproduktion aus ökologischer Sicht sehr bedenklich ist. Dennoch sollte man die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen nicht pauschal verteufeln und weiter beobachten. Zur Zeit entstehen ebenfalls „grüne Coins“ die man im Auge behalten sollte.

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