Rauchen klimaschädlich ?!

1,3 Milliarden Raucher Weltweit

Heute hat Neuseeland verabschiedet, dass Jugendliche, die ab 2008 geboren wurden, keine Zigaretten mehr legal kaufen können. So soll schleichend ein vollständiges Rauchverbot in dem Land eingeführt werden. Neben den unbestreitbaren gesundheitlichen Faktoren soll aber auch die Umwelt und das Klima geschont werden.

Warum die Umwelt und das Klima unter dem Tabakkonsum leidet und welche 3 Tipps Raucher nutzen können, um die Umwelt zu schonen, dass möchten wir euch heute in diesem kleinen Beitrag zeigen.

Warum ist Rauchen schädlich fürs Klima und die Umwelt

Während der weltweite CO₂-Fußabdruck, der durch den Konsum von Tabakprodukten entsteht, bei 84.000.000 Tonnen liegt, entspricht das traurigerweise lediglich 0,2 % des weltweiten jährlichen CO₂ Ausstoßes. Auch wenn das Rauchen somit für die CO₂-Reduzierung eine eher kleiner Rolle spielt, sind es aber 3 Faktoren, die unserer Umwelt erheblich schaden.

SIDEFACT: 84.000.000 Tonnen CO₂ entspricht ungefähr dem Ausstoß von 17.000.000 Vutos mit VERBRENNUNGSMOTOR der soviel wie der Staat Israel in einem Jahr erzeugt.

1. Anbau

1. ANBAU

Einer der wichtigsten Stoffe in einer Zigarette ist der Tabak und das darin enthaltene Nikotin. Tabak ist ein Nachtschattengewächs, welches auf entsprechenden Plantagen seit hunderten von Jahren angebaut wird. Bereits die Mayas bauten Tabak um 500 nach Christus auf ihren Feldern an.

Dabei ist die Tabakpflanze an sich ähnlich wie die Ölpalme kein Problem für die Umwelt, es ist der enorme Bedarf des „Genussmittels“ und damit die Anbaufläche, die das Problem macht. Denn für den Platz der Plantagen müssen andere Bereiche weichen. Dabei verschwinden Wälder und unberührte Natur genauso wie Ackerfläche für andere Nahrungsmittel.

Die Weltgesundheitsorganisation kurz WHO gibt den jährlichen Verlust für die Welt wie folgt an:

  • 600.000.000 Bäume,
  • 200.000 Hektar Land
    (Ein Hektar entspricht 10.000 m²) 
  • 22 Milliarden Tonnen Wasser
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2. Transport

Da Tabak schlecht in Deutschland hergestellt werden kann (auch wenn Deutschland Tabakprodukte aus den Rohstoffen herstellt und exportiert), muss er wie viele andere Waren auch erstmal transportiert werden.

Dabei nimmt der Tabak oder dessen Produkte mitunter erhebliche Strecken auf sich, um schlussendlich als Genussmittel im heimischen Wohnzimmer anzukommen.

Folgende 5 Länder sind die größten Tabakhersteller der Welt:

  1. China
  2. Brasilien
  3. Indien
  4. USA
  5. Indonesien

3. Entsorgung

Einer der Hauptgründe für die Umweltbelastung durch Tabakerzeugnisse ist wie so oft der Mensch selbst. Viele „Kippen“ werden arglos auf Gehwegen, in die Natur oder aus dem Autofenster geschnippt. Die WHO gibt an, dass bei jährlichen internationalen Küsten- und Stadtsäuberungen runde 30 bis 40 Prozent der gesammelten Müllstücke Zigarettenstummel sind.

Neben den nicht unerheblichen Entsorgungskosten für die Kommunen von jährlich je nach Quelle 186 bis 225 Millionen Euro geht aber eine weitaus größere Gefahr von den Stummeln aus. Denn von den 4800 Chemikalien, die eine einzelne Zigarette stecken, sind 250 erwiesenermaßen giftig oder krebserregend.

Laden diese Stummel in der Natur, richten sie unumstößlich einen erheblichen Schaden an.

Tiere, die die Stummel fälschlicherweise fressen, können an einer Vergiftung sterben, Pflanzen können ebenfalls durch ausgewaschene Chemikalien vergiftet werden. Jeder Stummel verunreinigt 40 bis 60 Liter Grundwasser.

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WAS KANN MAN ALS RAUCHER ODER RAUCHERIN ALSO MACHEN?
Wir wollen an keiner Stelle das Rauchen per se verteufeln, sondern nur auf schädlichen Wirkung der Stoffe und den industriellen Anbau hinweisen. Darüber hinaus kann ein jeder mit ein paar Tipps viel gegen die Belastung für unsere Umwelt machen.

Natürlich wäre das Aufhören die beste Strategie, jedoch helfen auch andere Dinge die Belastung für unsere Umwelt zu reduzieren.

  1. Entsorgen Sie Ihre Zigarettenstummel im Müll.
    Nur so können die gefährlichen Reste kontrolliert verbrannt und gefiltert werden und gelangen so nur in geringem Maß in die Umwelt.
  2. Nutzen Sie einen tragbaren, geruchsdichten Aschenbecher.
    Sollten Sie unterwegs keinen Aschenbecher finden, können Sie so lange den mobilen Aschenbecher nutzen.
  3. Wer seine Zigaretten selbst dreht, dem sind ungebleichte Filter aus Zellulose wärmstens ans Herz gelegt.
    Diese sind nicht aus Plastik und sind somit biologisch besser abbaubar.


Bildquelle:

Beitragsbild von Ralf Kunze auf Pixabay 

Bild von Ewa Urban auf Pixabay

Bild von LoboStudioHamburg auf Pixabay

Bild von Bishnu Sarangi auf Pixabay 

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