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Das Netzwerk Urbane Biodiversität Ruhrgebiet, bestehend aus der Universität Duisburg-Essen, die Ruhr-Universität Bochum, der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet, des Regionalverbandes Ruhr (RVR), der Technischer Universität Dortmund und der/s Emschergenossenschaft/Lippeverband, erarbeitet eine Biodiversitätsstrategie für die Metropole Ruhr. Das Netzwerk hat nun die Ergebnisse der ersten Phase veröffentlicht.

Hier können Sie das Positionspapier herunterladen

 

Zu diesem Thema führten Dipl.-Ing. Anke Schniewind, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V. und Dr. Peter Keil, Geschäftsführer der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet ein Kurzinterview.

Anke Schniewind: Welchen Anteil hatte die BSWR an der Erarbeitung des Positionspapiers?

Peter Keil: Für die Biologische Station ist die urbane Biodiversität seit ihrer Gründung im Jahr 2003 ein zentrales Thema. Als eine der wenigen Stationen innerhalb von NRW, die unmittelbar im Ballungsraum sitzt, liegen die Schwerpunkte der Tätigkeiten sowohl in der Betreuung der Schutzgebiete, wie beispielsweise das Fauna-Flora-Habitat(FFH-)Gebiet Mülheimer Ruhrauen, als auch im Bereich urbaner Biotope wie Brachflächen (in Mülheim z.B. der Peisberg) und in der Umweltbildung. In diesem Zusammenhang haben wir bereits im Rahmen der Ruhrkonferenz ein Projekt zur Erarbeitung einer regionalen Biodiversitätsstrategie im Ruhrgebiet angeregt, welche jetzt zusammen mit dem RVR und den Universitäten Duisburg-Essen, Bochum und uns angegangen wird.

Anke Schniewind: Sie begleiten das Thema nun schon sehr lange. Worin sehen Sie entscheidende Entwicklungsprozesse?

Peter Keil: Entscheidend ist, dass gleichermaßen in Bürgerschaft, Verwaltung und Politik die Bedeutung des Thema Biodiversität für die Lebensqualität „angekommen“ ist. Der Förderung von Biodiversität in urbanen Lebensräumen hilft uns z.B. den Prozess der Klimaanpassung erfolgreich zu gestalten, hilft lebens- und erlebenswerte Parkanlagen und Friedhöfe zu entwickeln und hilft schließlich auch für besonders gefährdete Artengruppen wie Insekten und Vögel einen Lebensraum zu erhalten.

Dafür muss das Thema aber auf allen Planungsebenen auf Augenhöhe „mitgedacht“ werden. Die Bürgerbeteiligung muss deutlich im Sinne einer echten Partizipation intensiviert werden.


Anke Schniewind
: Lässt sich der Prozess des Verlustes an Biodiversität noch aufhalten und wenn ja, wie?

Peter Keil: Ein klares ja, wenn alle mitmachen. Jeder kann seinen Beitrag leisten:

  • die Bürgerschaft im Privaten
  • Verwaltung und Politik bei der Umsetzung von Planungen und Projekten.

Ein entscheidender Punkt ist hierbei der Freiflächenschutz, die Förderung des Biotopverbundes und die Entwicklung artenreicher urbaner Lebensräume.

 

 

Konkretes Beispiel zur Förderung des Biotopverbundes und die Entwicklung artenreicher Lebensräume:

Wir loben einen Wettbewerb aus! Gestalten Sie Ihren Stein-/ Schottergarten in ein Insektenparadies um und gewinnen Sie ein Preis. Die Natur gewinnt mit!

Hier gelangen Sie zum Beitrag und zum Wettbewerb.

Wolf im Tierpark Gangelt (Zoom) – 21.03.2021

 

Netzwerkpartner:

Universität Duisburg-Essen: https://www.uni-due.de/aquatische_oekologie/

Ruhr-Universität Bochum: https://www.geographie.ruhr-uni-bochum.de/institut/

Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet: http://www.bswr.de/aktuell/index.php

Regionalverbandes Ruhr (RVR): https://www.rvr.ruhr/themen/oekologie-umwelt/gruene-infrastruktur/news-gruene-infrastruktur/news/positionspapiere-fuer-regionale-biodiversitaetsstrategie-veroeffentlicht/

Emschergenossenschaft/Lippeverband: https://www.eglv.de/

Technische Universität Dortmund: https://ep.tu-dortmund.de/

 

[Titelfoto & Beitragsfotos  von ©Florian Kreppel (MIK)]

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