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Palmöl steht weiter in der Kritik, doch was ist dran an dem Stoff der sich in vielen Nahrungsmitteln versteckt ?

Hand aufs Herz, haben Sie schon einmal Palmöl gegessen? Wissen Sie nicht? Aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, denn Fett/Öl von Palmen sind in rund 50% aller Produkte im Supermarkt zu finden. Aber auch indirekt über Futtermittel kommen Sie in Kontakt mit dem Öl der Palme.

Typische Supermarktprodukte mit Palmöl:

  • Margarine und teilweise Butter
  • Brot und Backwaren
  • Süßprodukte mit Schokolade
  • Chips
  • Eis
  • Müsli
  • Brotaufstriche & Schoko Nuss Cremes
  • Fertiggerichte
  • Babynahrung
  • Seife, Shampoo und Duschgele
  • Bodylotion
  • Kosmetik
  • Waschmittel

Typische sonstige Produkte mit Palmöl:

  • Biosprit
  • Futtermittel
  • Kerzen

Sie wollen wissen ob Ihr Produkt Palmöl enthält? Dann lohnt sich ein Blick auf Inhaltsangaben. Aber oft steht nicht Palmöl auf der Verpackung sondern andere Begriffe wie Sodium Lauryl Sulfoacetate, Cetyl Palmitate oder Cetearyl Alcohol. Die Seite www.codecheck.info hat dazu mehr Informationen und eine größere Liste mit Begriffen für Palmöl.

Steckbrief:

Name: Palmöl
Verwendung: Sprit, Nahrungsmittel, Futtermittel, Reinigungsmittel, Kerzen und Kosmetika
Produktion: 43,5 Millionen Tonnen (2020)
Größten Produktionsländer: Indonesien, Malaysia, Thailand, Kolumbien, Nigeria

Jetzt haben wir einen Überblick wo Palmöl überall drin sein kann. Ist die Kritik denn Berechtigt ?

Umweltschäden

Palmöl ist erst mal ein Naturprodukt, was per se schon mal nicht schlecht ist. Zudem sind die Bäume und Früchte effizient und günstig zu produzieren. Zudem besitzt das Öl Eigenschaften, die viele Industriezweige nutzen können. Das sind alles Punkte, die eine große landwirtschaftliche Nutzung wirtschaftlich machen. Das bedeutet, dass Palmbauern in den Produktionsländern große Plantagen anlegen. Diese benötigen aber bestimmt Bedingungen, die am besten im Regenwald herrschen. Dies bedeutet, dass für die großen Plantagen Regenwald weichen muss. Und der Weltmarkt ist hungrig nach billigen, vielseitig nutzbaren Ölen und so verschwindet Tag für Tag Regenwald für Palmplantagen. Darunter leidet der Wald, die Artenvielfalt, die Tiere und immer öfters auch Menschen, die in den Regionen leben. Auch muss beachtet werden, dass bei der Vorbereitung der gerodeten Böden klimaschädliches CO2 freigesetzte wird.

Bei aller Kritik muss jedoch dabei beachtet werden, dass ein Ölpflanzenanbau von beispielsweise Raps- oder Sonnenblumenöl ebenfalls Flächen benötigt. Mitunter sind die Flächen sogar größer als beim Palmöl. Daher sollten die Konsumenten ihr Einkaufsverhalten infrage Stellen und öfters zu nicht ölhaltigen Produkten greifen.

Gesundheitsgefährdend ?!

Palmöl steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Denn bei der Raffination können bei bestimmten Prozessen Schadstoffe im Öl entstehen, die sehr bedenklich sind.

Dazu zählen besonders;

  • 3-Monochlorpropandiol-Fettsäureester
  • 2-Monochlorpropandiol-Fettsäureester

Diese Stoffe werden im Körper unter anderen zu Glycidol umgewandelt.

Glycidol wird vom Bundesinstitut für Risikobewertung als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen eingestuft. Besonders Babys und Kleinkinder sind gefährdet.

Mit diesen Schadstoffen steht Palmöl jedoch nicht alleine da, denn jedes Pflanzenöl kann bei einer schlechten Raffination die oben genannten Schadstoffe erzeugen. Daher lässt sich festhalten, dass es nicht auf das Öl, sondern auf die Raffination ankommt.

Daher informieren Sie sich stets vor dem Kauf von Produkten über deren Inhaltsstoffe und der schädlichen Wirkung.

INFO: Das Internet ist schnelllebig und im stetigen Wandel. Sollte sich daher eine Website geändert haben und somit eine der im Beitrag hinterlegten Verlinkungen nicht mehr funktionieren, dann bitten wir dies zu entschuldigen. Wenn Sie uns eine kurze Nachricht an info@klimaschutz-mh.de senden, dann können wir den Link anpassen oder entfernen.

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