Naturerfahrungsraum Peisberg in Mülheim

Natur erleben mitten in der Stadt

Zwischen Schrebergärten und Wohnhäusern, mitten im Stadtteil Eppinghofen, liegt ein ganz besonderes Stück Stadtnatur: der Naturerfahrungsraum Peisberg. Was einst eine industriell genutzte Brache war, ist heute ein vielfältiger Lebensraum für Pflanzen, Tiere – und für die Menschen im Quartier.

Der Peisberg wurde über fast ein Jahrzehnt hinweg entwickelt und ist heute ein außerschulischer Lernort und Naherholungsraum zugleich. Kinder und Jugendliche können hier Natur hautnah erleben: Sie bauen Staudämme, beobachten Insekten mit der Becherlupe oder erkunden die Vegetation wie ein Entdecker. Ohne Spielgeräte, ohne Vorgaben – die Natur selbst gibt den Rahmen vor.

Ein Ort für Bildung, Biodiversität und Begegnung

Der Naturerfahrungsraum zeichnet sich durch eine beeindruckende Biotopvielfalt aus – ein echtes Juwel für den Artenschutz inmitten des urbanen Raums. Auf rund drei Hektar Fläche finden sich seltene Pflanzen wie die Raue Nelke oder das Acker-Löwenmäulchen, das in anderen Teilen des Ruhrgebiets längst als ausgestorben gilt. Auch Blauflügelige Ödlandschrecken, Heuschreckenarten, Grünfinken und Fitis haben hier ihren Lebensraum.

Durch seine Offenlandbiotope, Industrievegetation und Sukzessionsflächen ist der Peisberg zudem ein idealer Lernort für Schulen und Kitas. Die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) begleitet hier Bildungsprojekte, in denen Kinder nicht nur etwas über Artenvielfalt, sondern auch über Klimaanpassung, Nachhaltigkeit und das eigene Verhalten gegenüber der Natur lernen.

Ein besonderes Highlight: In einem früheren Projekt verwandelten Grundschüler*innen das Gelände sogar in ein Amphitheater und brachten das Theaterstück „Freddi der kleine Falter“ zur Aufführung – ein gelungenes Beispiel dafür, wie Kreativität und Naturbildung miteinander verschmelzen können.

Ein Ort mit Geschichte – und Zukunft

Der Peisberg ist auch ein Ort mit Vergangenheit: Auf dem ehemaligen Ziegeleigelände haben sich typische Merkmale der sogenannten Industrienatur ausgebildet. Heute wird die Fläche vielseitig genutzt – von Spaziergängerinnen, Sportlerinnen, Hundebesitzer*innen, aber auch immer stärker von Kindern und Jugendlichen im Rahmen pädagogischer Angebote.

Um dieses wertvolle Stück Natur zu schützen und weiterzuentwickeln, braucht es Pflege, Engagement und Bewusstsein. Müll und Verwilderung sollen reduziert, gleichzeitig soll der Zugang für alle – ob zu Fuß, mit Rollstuhl oder Kinderwagen – erleichtert werden. Auch Citizen-Science-Projekte sind angedacht, bei denen Bürger*innen mithilfe von Apps die Artenvielfalt erfassen und dokumentieren.

Einladung zum Frühlingsfest am Peisberg 🌼

Um diesen besonderen Ort gemeinsam zu feiern, lädt d ie Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e.V. gemeinsam mit der Stadt Mülheim und dem Stadtteilbüro Eppinghofen herzlich zum Frühlingsfest am 30. April 2025 ein! Das Frühlingsfest dient dazu den Naturerfahrungsraum Peisberg bekannter zu machen, Raum für Begegnung zu schaffen und zum Mitmachen einzuladen. Das Fest richtet sich an alle Bürger:innen und Interessierten aus dem Stadtteil – und darüber hinaus.

📍 Ort: Naturerfahrungsraum Peisberg
🕓 Zeit: 30. April 2025

Quellen

  • Die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e.V.
  • www.bswr.de


Bildquelle: © Die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e.V.

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