Natürlicher Frühjahrsputz

er Frühjahrsputz ist schon längst überfällig, doch beim Blick in den Putzschrank vergeht vielen die Lust: Unzählige Plastikflaschen mit aggressiven Chemikalien wie Tensiden, Phosphaten oder Bioziden stapeln sich dort. Diese konventionellen Reiniger können nicht nur die Umwelt belasten, sondern durch allergene Duft- und Konservierungsstoffe auch unsere Gesundheit gefährden. Dabei lässt sich fast das gesamte Haus mit nur fünf natürlichen Hausmitteln strahlend sauber halten: Essig, Zitronensäure, Soda, Natron und Kernseife.

Diese ökologischen Alternativen sind biologisch abbaubar, preiswert und reduzieren die Müllmenge in Ihrem Haushalt erheblich. Hier ist ein kleiner Leitfaden, wie Sie Ihre eigenen Putzmittel mischen können:

Die Alleskönner für ein sauberes Zuhause

  • Allzweckreiniger: Ein effektiver Reiniger lässt sich schnell aus 100 ml Essigessenz, 150 ml Wasser und einem Esslöffel flüssiger Bio-Seife herstellen. Alternativ mischen Sie einen Esslöffel Natron und geraspelte Kernseife in einem halben Liter warmem Wasser.
  • Kalklöser für Bad & Küche: Essig und Zitronensäure sind die optimalen Mittel gegen Kalk. Für ein praktisches Spray lösen Sie einen Esslöffel Zitronensäure in 500 ml lauwarmem Wasser auf und geben zwei Esslöffel Tafelessig sowie einen Spritzer Bio-Spülmittel hinzu.
  • Abflussreiniger: Geben Sie vier Esslöffel Sodapulver direkt in den Abfluss und spülen Sie mit 200 ml Essig nach. Lassen Sie es eine Stunde einwirken und spülen Sie mit heißem Wasser nach.
  • Backofenreiniger: Mischen Sie Natron und Wasser im Verhältnis 1:1, streichen Sie die Paste auf die Verschmutzungen und lassen Sie diese einige Stunden einwirken, bevor Sie sie abschrubben.

Wichtige Tipps für die Anwendung

Obwohl diese Mittel „natürlich“ sind, ist im Umgang mit ihnen Vorsicht geboten. Soda kann beispielsweise die Haut und Schleimhäute reizen; tragen Sie daher bei der Anwendung am besten Handschuhe und atmen Sie die Dämpfe nicht ein. Zudem wirkt Soda bleichend und sollte nicht auf empfindlichen Oberflächen wie Aluminium, Marmor oder Granit angewendet werden. Essig wiederum kann Silikonfugen oder Gummidichtungen angreifen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Verzicht auf Duftstoffe. Ätherische Öle wie Zitrusöl (Limonen) sind oft giftig für Wasserorganismen und können Allergien auslösen. Für die Reinigungskraft sind sie ohnehin nicht notwendig.

Haltbarkeit und Aufbewahrung

Da selbstgemachten Reinigern die Konservierungsstoffe fehlen, sind sie nicht so lange haltbar wie Industrieprodukte. Stellen Sie daher am besten immer nur kleine Mengen her und achten Sie auf Veränderungen in Geruch oder Farbe.
Falls Sie keine Zeit zum Selbermischen haben, achten Sie beim Kauf auf ökologische Reiniger, die beispielsweise mit dem europäischen Umweltzeichen zertifiziert sind. Diese bestehen überwiegend aus pflanzlichen Rohstoffen und verzichten auf bedenkliche synthetische Zusätze.
 
Mit diesen einfachen Mitteln wird Ihr Zuhause nicht nur sauber, sondern auch ein Stück grüner!


Bildquelle: © Pixabay

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