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Nachhaltig Waschen ist ein Thema, dass uns alle betrifft.

Pro Person werden nach Angaben des Forum Waschen in Deutschland ca. 4 kg Wäsche pro Woche gewaschen. 
So entsteht jährlich in Deutschland ein Stromverbrauch von rund 5-6 Millionen Megawatt. Ganz zu schweigen vom enormen Wasser- und Waschmittelverbrauch.

Doch Waschen bietet auch ein großes Potenzial, nachhaltig zu agieren. Wir möchten daher in diesem Blogbeitrag auf die Möglichkeiten zum nachhaltigen Waschen eingehen und Tipps und Tricks vorstellen.

 

Tipp 1. Die Waschmaschine vollmachen.

Es sollte nach Möglichkeit immer dann gewaschen werden, wenn die Maschine auch richtig voll ist!
Ausnahme ist Fein- und Wollwäsche.

Extratipp: Viele Waschmaschinen verfügen über ein Sparprogramm für halbe Ladungen. 

 

Tipp 2. Weniger ist oft mehr

Für leichte bis mittlere Verschmutzungen reicht eine Temperatur von 30°C bis 40°C in der Regel aus. Diese niedrigen Temperaturen tragen dazu bei, eine Menge Strom einzusparen. Aus hygienischen Gründen sollten Handtücher, Bettwäsche, Küchentücher sowie dreckige Sportbekleidung jedoch bei 60°C gewaschen werden.
 
Extratipp: Zur Vermeidung von Verkeimungen in der Waschmine und den Schläuchen sollte einmal im Monat bleichhaltiges Waschmittel bei 60°C genutzt werden.

 

Tipp 3.  Manuelle Fleckenbeseitigung

Hartnäckige Flecken sollten im Vorhinein mit Gallseife oder Vorwaschspray  behandelt werden.
Der Fleck sollte hierbei leicht eingerieben und geschrubbt werden. Zusätzlich sollte das Wäschestück vor dem Waschgang einige Zeit zum Einwirken haben.
 

Tipp 4. Lange Waschen

Was sich im ersten Moment vielleicht ein wenige grotesk anhört, mach bei niedrigen Temperaturen durchaus Sinn. Beispielsweise kann ein langer Waschgang bei 40°C die gleiche Reinigungsleistung erreichen und dabei weniger Energie verbrauchen wie eine kurzer bei 60°C.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat dazu ein spannendes Video auf YouTube veröffentlicht.

 

Tipp 5. Pulver statt Flüssigwaschmittel

Flüssigwaschmittel belasten Kläranlagen und Flüsse deutlich stärker als Waschpulver. Das liegt daran, dass Flüssigwaschmittel mehr waschaktive Tenside und künstliche Konservierungsstoffe besitzen als Waschmittel in Pulverform. Ein weiterer nachhaltiger Aspekt ist, dass Waschpulver in den allermeisten Fällen in Pappkartons verpackt ist, wohingegen Flüssigwaschmittel in Kunststoff verpackt ist.

 

Tipp 6. Mikroplastik mit Washing Bags bekämpfen

Nahezu jeder Waschgang produziert Mikroplastik. Dieses entsteht jedoch nicht durch den Waschvorgang per se, sondern durch den Abrieb von synthetischen Fasern aus Kleidung wie beispielsweise Polyester.  Um das freisetzten dieser Fasern zu verhindern, wurden spezielle Waschbeutel aus dichtem Gewebe entwickelt. Diese Beutel verhindern einen Austritt der Plastikfasern. Zusätzlich schonen sie auch die darin befindliche Kleidung. 

Extratipp: Natürliche Stoffe wie Baumwolle haben gar keine Kunstfasern und können bedenkenlos gewaschen werden.

 

Tipp 7. Bio-Waschmittel nutzen

Viele Supermärkte bieten inzwischen auch ein breites Sortiment von Bio-Waschmitteln aus pflanzlichen Tensiden an.

 

Tipp 8. Bio-Weichspüler nutzen

Bio-Weichspüler enthalten in der Regel biologisch abbaubare Komponenten. Diese sind in Klärwerken und in Flüssen einfacher händelbar und verursachen keinen nachhaltigen Schaden in der Natur. Viele herkömmliche Weichspüler hingegen nutzen heute noch Mittel, die nicht oder nur sehr schwer abbaubar sind. Darunter fallen überwiegend die Duftstoffe.

 

Wäsche auf die Leine und nicht in den Trockner

Ein letzter, aber umso wichtiger Punkt ist das ökologische Trocknen. Immer dann, wenn es möglich ist, sollte Wäsche auf einen Ständer, eine Spinne oder eine Leine gehängt werden.

 

KONTAKT

Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V.
Telefon: 0208/ 299 85 90
Mail: info@klimaschutz-mh.de

[Titelfoto von stevepb auf Pixabay
Beitragsfoto von Ryan McGuire auf Pixabay]

 

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