KlimaForum des Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V.

SEPTEMBER – 24.09.2020

Thema                  Neue Perspektiven auf Pflanzen und Raumklima
Gäste                    das Künstlerduo 431art Torsten Grosch und Haike Rausch sowie Prof. Viktor Grinetischus und sein Vogel
Ort                        Mülheimer Medienhaus sowie live über den MIK YouTube-Kanal
Beginn                  18 Uhr

Mit dem KlimaForum “Neue Perspektiven auf Pflanzen und Raumklima” haben wir neue Wege beschritten: als Kooperationsprojekt mit dem Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr. Dieser Vortrag bildet den Abschluss der Aktivitäten von botanoadopt® in Mülheim a.d. Ruhr.
Das interdisziplinäre partizipative Kunstprojekt botanoadopt® startete bereits am 03. September 2020 im “Kunstmuseum Temporär” durch die Eröffnung der weltweit einzigen Pflanzenklappe® im Rahmen der Ausstellung „Plants and Aliens“. Das Adoptionsbüro für die bis zum 10. September auf diesem Weg hinterlassenen pflanzlichen Individuen war vom 23. bis 24. September 2020 geöffnet. Es wurden 33 pflanzlichen Individuen zur Adoption abgegeben und alle von Ihnen an Adoptiveltern vermittelt. Außerdem fanden Empathietrainings mit Pflanzen statt.

Worum geht es bei botanoadopt®?

botanoadopt® mit der Pflanzenklappe® ist ein partizipatives Langzeitprojekt, das den Bogen vom Artensterben zur eigenen Fensterbank spannt. botanoadopt® ist eine künstlerische Utopie, die Pflanzen als gleichberechtigte Lebewesen definiert. botanoadopt® rettet pflanzliches Leben und wurde für die Arbeit an den globalen Nachhaltigkeitszielen vom Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung ausgezeichnet (Projekt N 2017).
Seit 2009 wurden über 1400 Pflanzen mit Namen und Biografie an Adoptiveltern in 9 europäische Länder vermittelt und ein bundesweites Adoptionsnetzwerk aufgebaut. Über das Internet https://botanoadopt.org/ und in Adoptionsbüros in verschiedenen Städten können Pflanzen adoptiert werden.

Der Earth Overshoot Day – oder Welterschöpfungstag – fällt 2020 laut utopia.de auf den 22. August: Ab diesem Tag verbrauchen wir mehr natürliche Ressourcen als nachwachsen können. Dieses Jahr liegt der Tag erstmalig später – wegen Corona. [https://utopia.de/ratgeber/earth-overshoot-day/]. Da sind die folgenden Fragen von Torsten Grosch und Haike Rausch (431art) mehr als berechtigt:

Prof. Dr.-Ing. Viktor Grinewitschus von der Hochschule Ruhr-West mit Arbeits- und Forschungsschwerpunkt Technische Gebäudeausrüstung sowie Smart Building berichtete über Möglichkeiten und Praxisbeispielen zur messtechnischen Erfassung des Raumklimas.

Sein Messgerät in Form eines Vögelchens, das im Laufe der Veranstaltung den Beinahmen Dunstfink erhielt, erfasst in der aktuellen Ausführung im Wesentlich die CO2-Konzentration.

Für Prof. Grinewitschus besteht ein „smartes Gebäude“ aber nicht nur aus Technologie und deren bedarfsorientiertem Einsatz, vielmehr auch aus einer „intelligenten Architektur“. Und hierzu können letztendlich auch die Pflanzen im „Dienst der Gemeinschaft“ dienen – gegen den Urban-Heat-Effekt als natürlicher Hitzeschutz.

[https://www.klimaschutz-mh.de/klimaanpassungskarte/]

Anke Schniewind wies in diesem Zusammenhang auf Beispiele wie das Projekt „25 Verde“ von Luciano Pia in Turin hin, bei dem bis zu 7°C Unterschied zwischen der Projekt 25Verde Umgebung und der Hoflage gemessen wurden. Die Begrünung des Düsseldorfer Kö-Bogens ist zusammen mit dem grünen Bau des IKEA-Kaarst die wohl am nächsten liegenden Beispiele hierfür.

Nachhaltigkeit, Artenschutz, Klimabewusstsein – wo fängt das an? Im Alltag!

Wir freuen uns gemeinsam mit den Vertreter*innen des Kunstmuseums auf das Frankfurter Künstlerduo 431art –  Haike Rausch und Torsten Grosch, die mit ihrem partizipativen Langzeitprojekt botanoadopt® und der von ihnen erfundenen Pflanzenklappe® im Rahmen dieses KlimaForums einen Impuls setzen werden, eine neue Perspektive auf (Zimmer-)Pflanzen zu gewinnen. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Bedeutung für das Weltklima und damit natürlich auch für das Raumklima.

Die von Dr. Natalia Balcazar mitgebrachten Beispiele verdeutlichen die Attraktivität und mögliche Kompaktheit als Innenraum- oder Außenfassadenlösung.

Entscheidend für den Kühlungseffekt durch die Pflanzen ist natürlich die Bewässerung zum Beispiel in Form einer effektiven Regenwassernutzung. Womit wir auch am Ende dieser Veranstaltung wieder den Bogen zu unserem Lebenselixier Wasser geschlagen haben.

Wir bedanken uns bei dem Künstlerduo 431art Torsten Grosch und Haike Rausch sowie Prof. Dr.-Ing. Viktor Grinewitschus für die unterhaltsame und kompetente Einführung in ein zukunftsfähiges Thema und dem Medienhaus für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Das KlimaForum-Orga-Team

Simone Scholten, Simone Meyer und Heiner Riemer vom Mülheimer Kunstmuseum

Claudia vom Felde, MedienHaus

Tim Feller, Medienkompetenzzentrum

Jürgen Schardt und sein Team Alina Rose und David Nogaj von der Fokus Mediaproduktion

Dr. Natalia Balcazar und Florian Kreppel, Die Nachhaltigkeits-Berater

Michael Cremer, DAV

Anke Schniewind, Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V.

 

Weitere angesprochene Informationsquellen:

  • Gesundes Raumklima [PDF Download]- Mit Energieeffizienz zu behaglichem Wohnen ohne Schimmel – EnergieAgentur.NRW 1/2018
  • Dach- und Fassadenbegrünung – neue Lebensräume im Siedlungsbereich – Fakten, Argumente und Empfehlungen von Sebastian Schmauck, Bundesamt für Naturschutz BfN-Skripten 538 [PDF Download] aus 2019
  • DGUV_Information_Klima im Büro des VBG gesetzliche Unfallversicherung Dezember 2016
  • ZDF Plan B Cool & clever – Abkühlung für die City

Abschließender Hinweis:

Da die Wiedergabe der hier hinterlegten Daten tlw. systemabhängig sein kann bitten wir um eine entsprechende Rückmeldung unter Angabe Ihrer Systemspezifika Browser u.ä., sofern es hierbei zu Störungen bei Ihnen kommt.

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