KlimaForum des Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V.

OKTOBER – 22.10.2020

Thema                     Nachhaltige und gesunde Ernährung
Gäste                       Frau Ulya Faupel von der Hochschule sowie Ruhr-West, Juliana Minetto Gellert Paris und Christine Beatrice Heinzel von der Uni Bonn
Ort                            online über unseren YouTube-Kanal
Beginn                    18 Uhr
Besonderheiten   barrierefrei

“Nachhaltige und gesunde Ernährung”

Wieder haben wir unser KlimaForum zum Thema “Nachhaltige und gesunde Ernährung” an die aktuellen Gegebenheiten angepasst und die Oktober-Veranstaltung auf eine präsenzlose Form umgestellt. In unserer Video-Konferenz waren unsere Gäste Frau Ulya Faupel von der Hochschule Ruhr-West, Juliana Minetto Gellert Paris und Christine Beatrice Heinzel von der Uni Bonn zugeschaltet. Dr. Natalia Balcazar übernahm wieder den Chat mit unseren YouTube-Teilnehmer, Fokus Mediaproduktion die technische Koordinierung.

Gerade hat die Bundesregierung die Einführung des Nutri-Scores beschlossen – wir berichteten. Da passt eine Diskussion um die Wirkung von Lebensmittel-Gütezeichen auf uns als Verbraucher gut in die Zeit. Frau Ulya Faupel hat sich hiermit im Rahmen Ihrer Doktorarbeit intensiv auseinander gesetzt und für uns den Impulsvortrag “Des einen Freud, des anderen Leid? Warum (BIO-)Gütezeichen auf Lebensmittel nicht immer hilfreich sind.” vorbereitet.

Festzuhalten bleibt: Lebensmittel-Gütezeichen setzen sich sehr unterschiedlich mit verschiedenen Qualitätskriterien auseinander und können dem einzelnen Verbraucher – auch ohne besondere Marketing-Strategien – nicht immer alle für den Einzelnen evtl. relevante Merkmale beschreiben.

Machen Sie den Test und lassen diese unterschiedlichen Aufschriften einer Marke einmal auf sich wirken …

Der neue Konzeptansatz “One Health” nimmt neben dem Umweltbereich auch die Lebewesen “Mensch” und “Tier” mit in den Fokus.
Juliana Minetto Gellert Paris, Junior Researcher am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn, und Christine Beatrice Heinzel, erforscht hierzu nachhaltige Lösungsansätze, bei denen das Wohlergehen von Menschen, Tieren und der Umwelt gleichermaßen erfasst wird. Dabei ist die aktuelle Studie “Nachhaltige und gesunde Ernährung in der Metropole Ruhr während COVID-19” Teil ihrer Doktorarbeit.

 

 

 

 

Grundlage der Studie ist eine Umfrage in der Metropole Ruhr. Aufgrund der COVID-19-Pandemie haben sich auch hier der Lebensstil und die Ernährungsgewohnheiten vieler Menschen verändert. Gerade jetzt haben wir die Chance zu erforschen, wie sich das Essverhalten während der Lockdown-Erfahrung in der Metropole Ruhr entwickelt hat. Zielgruppe der Studie sind dabei im Wesentlichen diejenigen, die in den Haushalten die Kaufentscheidungen treffen.

Der Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V. lädt ein, sich an der Umfrage zur Studie zu beteiligen bzw. die Studie in den Haushalten zu bewerben. Ziel ist eine speziell auf das Ruhrgebiet bezogene Bewertung der Auswirkungen des Lebensmittelkonsums auf die menschliche Gesundheit, das Tierwohl und die Nachhaltigkeit sowie optimierte Ernährungskonzepte weiterzuentwickeln. Darüber möchten wir mehr erfahre.

Hier geht es zur Umfrage: www.onehealth-survey.de

Über eine rege Beteiligung würden wir uns sehr freuen!
Wir halten Sie über die Ergebnisse der Umfrage auf dem Laufenden!

Das KlimaForum-Orga-Team

Jürgen Schardt und sein Team Alina Rose und Daniel Schmidt von der Fokus Mediaproduktion
Dr. Natalia Balcazar und Florian Kreppel, Die Nachhaltigkeits-Berater
Michael Cremer, DAV
Anke Schniewind, Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V.

Weitere angesprochene Informationsquellen:

  • studie-uni-bonn
  • Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft BMEL hat die Ernährungsgewohnheiten in Deutschland untersucht und in einem Ernährungsreport 2020 https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/ernaehrungsreport2020.html und fasst zusammen: „Die Corona-Krise hat nicht nur das Essverhalten vieler Menschen beeinflusst, sondern auch die Sicht auf die deutsche Landwirtschaft und damit die regionale Erzeugung verändert. Dies ist ein Ergebnis der jährlichen repräsentativen forsa-Umfrage unter 1000 Verbraucherinnen und Verbrauchern im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Demnach gaben 39 Prozent der Befragten an, dass die Landwirtschaft für sie in der Corona-Krise an Bedeutung gewonnen hat.“ – Die Broschüre ist in der MIK-Geschäftsstelle Löhberg 28 vorrätig.
  • In ihrer meo-Ausgabe 11/2019 hat die IHK Ruhr in dem Beitrag „Forschen für den Klimaschutz“ deutlich gemacht, das wir ganz in unserer Nähe eine Vielzahl hochqualifizierter Institute finden, die in ganz unterschiedlichen Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbereichen Grundlagenforschung betreiben https://www.uni-due.de/imperia/md/content/zwu/meo_nov2019.pdf: Frauenhofer UMSICHT in Oberhausen, Mülheimer Max-Planck-Institut, Uni Duisburg-Essen, Mülheimer HRW sowie Essener RWI. Dem MEO-Bericht zufolge soll die Uni Duisburg-Essen beispielsweise eine der weltweit größten Algensammlungen beherbergen. Dabei lassen sich Algen u.a. als Nahrungsmittelergänzung einsetzen. Darüber würden wir natürlich gerne mehr wissen!
  • Die Verbraucherzentrale hat zahlreiche Informationen zu nachhaltiger und gesunder Ernährung herausgebracht https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel.
  • Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft BÖLN  Stand Februar 2020 die Ergebnisse einer Umfrage zum Konsum von Biolebensmitteln in einem Ökobarometer 2019 zusammen gefasst https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/oekobarometer-2019.pdf?__blob=publicationFile&v=3
  • Passend zur Studie der Uni-Bonn ein Projekt aus Hessen, in dem Verbraucher über den Preis selbst entscheiden können, wie fair ihre Lebensmittel sein können https://dubisthierderchef.de/ 
    “Wir sind eine Gruppe engagierter Verbraucher, die bei jeder Kaufentscheidung Verantwortung übernehmen will. Wir wollen die Kontrolle über unsere Ernährung zurückerlangen, indem wir zusammen den Kreationsprozess zu wertvollen, fairen und nachhaltigen Produkten von der Produktion bis hin zur Vermarktung selbst bestimmen und damit verantwortungsbewusstes Handeln stärken! So möchten wir unser Konsumverhalten positiver gestalten und die Macht ausüben, die uns bei jeder Kaufentscheidung zusteht.”
  • Der deutsche Bio-Spitzenverband Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft – https://www.boelw.de/themen/forschung-bildung/forschungspolitik/artikel/umfassend-umsteuern-richtung-gesunde-und-nachhaltige-ernaehrung/ – BOLW beschäftigt sich intensiv mit der Umsteuerung hin zu gesunder und nachhaltiger Ernährung.
  • Die Münchner Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung e.V. berät seit vielen Jahren zu ernährungsökologischen Ansätzen https://www.nachhaltigeernaehrung.de/Grundsaetze.40.0.html

Und noch zwei Buchtipps:

  • Future Food – Die Zukunft der Welternährung – von Jan Grossarth, wbgTheisss-Verlag 2019 – zur Frage „Wie werden wir in Zukunft satt, ohne dass der Planet kollabiert?“
  • Klimawandel – Fakten gegen Fake & Fiction – von Marcus Wadsak, braumüller-Verlag 2020 – handlich kleine, aber kompakte Informationsquelle mit Handlungsempfehlungen für uns alle von Wetterexperte Marcus Wadsak

 

Abschließender Hinweis:

Da die Wiedergabe der hier hinterlegten Daten tlw. systemabhängig sein kann bitten wir um eine entsprechende Rückmeldung unter Angabe Ihrer Systemspezifika Browser u.ä., sofern es hierbei zu Störungen bei Ihnen kommt.

SEPTEMBER – 24.09.2020

Thema                  Neue Perspektiven auf Pflanzen und Raumklima
Gäste                    das Künstlerduo 431art Torsten Grosch und Haike Rausch sowie Prof. Viktor Grinetischus und sein Vogel
Ort                        Mülheimer Medienhaus sowie live über den MIK YouTube-Kanal
Beginn                  18 Uhr

Mit dem KlimaForum “Neue Perspektiven auf Pflanzen und Raumklima” haben wir neue Wege beschritten: als Kooperationsprojekt mit dem Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr. Dieser Vortrag bildet den Abschluss der Aktivitäten von botanoadopt® in Mülheim a.d. Ruhr.
Das interdisziplinäre partizipative Kunstprojekt botanoadopt® startete bereits am 03. September 2020 im “Kunstmuseum Temporär” durch die Eröffnung der weltweit einzigen Pflanzenklappe® im Rahmen der Ausstellung „Plants and Aliens“. Das Adoptionsbüro für die bis zum 10. September auf diesem Weg hinterlassenen pflanzlichen Individuen war vom 23. bis 24. September 2020 geöffnet. Es wurden 33 pflanzlichen Individuen zur Adoption abgegeben und alle von Ihnen an Adoptiveltern vermittelt. Außerdem fanden Empathietrainings mit Pflanzen statt.

Worum geht es bei botanoadopt®?

botanoadopt® mit der Pflanzenklappe® ist ein partizipatives Langzeitprojekt, das den Bogen vom Artensterben zur eigenen Fensterbank spannt. botanoadopt® ist eine künstlerische Utopie, die Pflanzen als gleichberechtigte Lebewesen definiert. botanoadopt® rettet pflanzliches Leben und wurde für die Arbeit an den globalen Nachhaltigkeitszielen vom Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung ausgezeichnet (Projekt N 2017).
Seit 2009 wurden über 1400 Pflanzen mit Namen und Biografie an Adoptiveltern in 9 europäische Länder vermittelt und ein bundesweites Adoptionsnetzwerk aufgebaut. Über das Internet https://botanoadopt.org/ und in Adoptionsbüros in verschiedenen Städten können Pflanzen adoptiert werden.

Der Earth Overshoot Day – oder Welterschöpfungstag – fällt 2020 laut utopia.de auf den 22. August: Ab diesem Tag verbrauchen wir mehr natürliche Ressourcen als nachwachsen können. Dieses Jahr liegt der Tag erstmalig später – wegen Corona. [https://utopia.de/ratgeber/earth-overshoot-day/]. Da sind die folgenden Fragen von Torsten Grosch und Haike Rausch (431art) mehr als berechtigt:

Prof. Dr.-Ing. Viktor Grinewitschus von der Hochschule Ruhr-West mit Arbeits- und Forschungsschwerpunkt Technische Gebäudeausrüstung sowie Smart Building berichtete über Möglichkeiten und Praxisbeispielen zur messtechnischen Erfassung des Raumklimas.

Sein Messgerät in Form eines Vögelchens, das im Laufe der Veranstaltung den Beinahmen Dunstfink erhielt, erfasst in der aktuellen Ausführung im Wesentlich die CO2-Konzentration.

Für Prof. Grinewitschus besteht ein “smartes Gebäude” aber nicht nur aus Technologie und deren bedarfsorientiertem Einsatz, vielmehr auch aus einer “intelligenten Architektur”. Und hierzu können letztendlich auch die Pflanzen im “Dienst der Gemeinschaft” dienen – gegen den Urban-Heat-Effekt als natürlicher Hitzeschutz.

[https://www.klimaschutz-mh.de/klimaanpassungskarte/]

Anke Schniewind wies in diesem Zusammenhang auf Beispiele wie das Projekt „25 Verde“ von Luciano Pia in Turin hin, bei dem bis zu 7°C Unterschied zwischen der Projekt 25Verde Umgebung und der Hoflage gemessen wurden. Die Begrünung des Düsseldorfer Kö-Bogens ist zusammen mit dem grünen Bau des IKEA-Kaarst die wohl am nächsten liegenden Beispiele hierfür.

Nachhaltigkeit, Artenschutz, Klimabewusstsein – wo fängt das an? Im Alltag!

Wir freuen uns gemeinsam mit den Vertreter*innen des Kunstmuseums auf das Frankfurter Künstlerduo 431art –  Haike Rausch und Torsten Grosch, die mit ihrem partizipativen Langzeitprojekt botanoadopt® und der von ihnen erfundenen Pflanzenklappe® im Rahmen dieses KlimaForums einen Impuls setzen werden, eine neue Perspektive auf (Zimmer-)Pflanzen zu gewinnen. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Bedeutung für das Weltklima und damit natürlich auch für das Raumklima.

Die von Dr. Natalia Balcazar mitgebrachten Beispiele verdeutlichen die Attraktivität und mögliche Kompaktheit als Innenraum- oder Außenfassadenlösung.

Entscheidend für den Kühlungseffekt durch die Pflanzen ist natürlich die Bewässerung zum Beispiel in Form einer effektiven Regenwassernutzung. Womit wir auch am Ende dieser Veranstaltung wieder den Bogen zu unserem Lebenselixier Wasser geschlagen haben.

Wir bedanken uns bei dem Künstlerduo 431art Torsten Grosch und Haike Rausch sowie Prof. Dr.-Ing. Viktor Grinewitschus für die unterhaltsame und kompetente Einführung in ein zukunftsfähiges Thema und dem Medienhaus für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Das KlimaForum-Orga-Team

Simone Scholten, Simone Meyer und Heiner Riemer vom Mülheimer Kunstmuseum

Claudia vom Felde, MedienHaus

Tim Feller, Medienkompetenzzentrum

Jürgen Schardt und sein Team Alina Rose und David Nogaj von der Fokus Mediaproduktion

Dr. Natalia Balcazar und Florian Kreppel, Die Nachhaltigkeits-Berater

Michael Cremer, DAV

Anke Schniewind, Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V.

 

Weitere angesprochene Informationsquellen:

  • Gesundes Raumklima [PDF Download]- Mit Energieeffizienz zu behaglichem Wohnen ohne Schimmel – EnergieAgentur.NRW 1/2018
  • Dach- und Fassadenbegrünung – neue Lebensräume im Siedlungsbereich – Fakten, Argumente und Empfehlungen von Sebastian Schmauck, Bundesamt für Naturschutz BfN-Skripten 538 [PDF Download] aus 2019
  • DGUV_Information_Klima im Büro des VBG gesetzliche Unfallversicherung Dezember 2016
  • ZDF Plan B Cool & clever – Abkühlung für die City

Abschließender Hinweis:

Da die Wiedergabe der hier hinterlegten Daten tlw. systemabhängig sein kann bitten wir um eine entsprechende Rückmeldung unter Angabe Ihrer Systemspezifika Browser u.ä., sofern es hierbei zu Störungen bei Ihnen kommt.

August – 27.08.2020

Thema                  Trinkwasser ist Klimaschutz!
Gäste                    Franziska Adams und Alexandra Jaik von a tip:tap sowie Ramon Steggink und Birgit Kirch von RWW und weitere Gäste
Ort                        Denkhauser Weg 24, 45475 Mülheim an der Ruhr (ehemalige CVJM-Haus)
Beginn                 18 Uhr

Wir freuen uns, dass auch zum KlimaForum “Trinkwasser ist Klimaschutz!” so viele Interessierte den Weg vor Ort sowie online gefunden haben. Diesmal zu Gast Franziska Adams und Alexandra Jaik von a tip:tap, Ramon Steggink und Birgit Kirch von RWW sowie Benjamin Böger von medl/ SEM.

Die extremen Wetterereignisse in den vergangenen Wochen sowie Schlagzeilen wie “Klimawandel beschleunigt Wasserknappheit” [WAZ 02.08.2020], “Abnahme von Trinkwasser regeln” [WAZ 18.08.2020] oder “Revier erlebt heißeste Nacht seit 1992” [WAZ 22.08.2020] machen die Aktualität des Themenspektrums deutlich.

Es gilt, Trinkwasser als kostbares Gut zu schätzen und damit auch dem Klimaschutz zu dienen. Dafür setzt sich der gemeinnützige Berliner Verein a tip:tap seit über 10 Jahren ein – seit Mai 2019 auch durch Begleitung des Förderprojektes #Wasserwende. Wir freuen uns, dass eines der 12 bundesweiten Projektgebiete in Mülheim an der Uhr liegt: das Wasser-Quartier Styrum. Projektschirmherr ist die Stadt Mülheim an der Ruhr. Projektpartner sind

  • die Feldmannstiftung
  • die Talent-Werkstatt Styrum
  • das Bildungsnetzwerk Styrum
  • der Styrumer Turnverein 1880 e.V.
  • der Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V. sowie
  • unser Wasserversorger, die RWW.

Franziska Adams und Alexandra Jaik veranschaulichen die Sinnhaftigkeit des Umstiegs von Mineralwasser aus Plastik- oder Wasserflaschen auf Trinkwasser anhand von 5 Gründe für Trinkwasser!. Die Studie “Vergleich des CO2-Fußabdrucks von Mineral- und Trinkwasser” gibt einen Überblick über die spezifischen Treibhausgasemissionen unterschiedlicher Wässer entlang des gesamten Lebenswegs (from cradle to grave).

 

Haushalte, Vereine oder Firmen können sich bei einem Umstieg als leitungswasserfreundlich auszeichnen lassen.

Auch die bereits seit 2017 bestehende Initiative zur Einrichtung von Refill-Stationen wird unterstützt.

Wie der Präsentation von Ramon Steggink und Birgit Kirch zu entnehmen ist, gibt es davon Stand 27.08.2020 bereits mehr als 20 in Mülheim an der Ruhr. Ein Ausbau dieses Netzes würde nicht nur dem Klimaschutz dienen sondern könnte auch für den (Rad-)Tourismus von Interesse sein. RWW bietet daher den ersten 10 neuen Mülheimer Refill-Stationen ein Wasserflaschenset aus 100% Recyclingglas.

In ihrer Präsentation gingen Ramon Steggink und Birgit Kirch auch auf die öffentlichen Trinkbrunnen, das Wasserspender-Schulsponsoring-Programm, die Bildungseinrichtungen Aquarius Wassermuseum und Haus Ruhrnatur, das besondere Mülheimer Verfahren der Trinkwasseraufbereitung sowie die tägliche Wasserqualitätskontrolle ein. Dabei erstreckt sich das RWW-Versorgungsgebiet von der holländischen Grenze im Norden bis nach Wülfrath im Süden. (Video Ausschnitt)

Seitens a tip:tap wurde auf eine HRW-Projektarbeit zum Thema “Öffentliche Brunnen” hingewiesen. Auf diese wird in Abstimmung mit den Studenten spätestens im Rahmen des KlimaForums “WasserSpielRaum” am 26.11.2020 näher eingegangen.

 

Anhand eines Filterversuches veranschaulichten Birgit Kirch und Franziska Adams die natürliche Filterwirkung von Boden. (Video Ausschnitt)

Herr Thomas Maas, Geologe, betonte die Besonderheit des Mülheimer Verfahrens, d.h. die Trinkwassergewinnung aus Ruhrwasser. (Video Ausschnitt)

Nichtsdestoweniger sollte zur Bewässerung der Pflanzen und lokalen Anreicherung des Grundwassers so viel Regenwasser als möglich vor Ort gehalten werden. Herr Benjamin Böger von den Stadtentwässerung Mülheim GmbH gab Auskunft über die unterschiedlichen Wege, die das Mülheimer Regenwasser nehmen. (Video Ausschnitt 1, Video Ausschnitt 2)

Für den Fall, dass das gesammelte Regenwasser für die Pflanzenbewässerung nicht ausreicht kann auch ein spezieller Garten-Wasser-Zähler eingebaut werden – um für diese Wässer zumindest die Abwassergebühr zu sparen. (Video Ausschnitt)

Zu der Auswertung der während der Veranstaltung über einen QR-Code abgefragten Umfrage geht es hier: AUSWERTUNG

Fazit: Die Mülheimer Trinkwasserversorgung ist gesichert und kostbar. Eine Nutzung als Nahrungsmittel dient dem Klimaschutz. Parallel trägt die maximale Regenwassernutzung vor Ort zum Erhalt der Artenvielfalt in unseren Gärten und – im weiteren Wasserkreislauf – über Böden mit natürlicher Filterfunktion – zur Grundwasseranreicherung bei.

Aus dem Publikum kam u.a. die Anregung, ergänzend heute schon an Vorsorgemaßnahmen zum Beispiel bzgl. dezentraler Trinkwasserreserven zu denken, da Entwicklungs- und Umsetzungsphasen i.d.R. lange währen.

 

“Wasser” ist die Überleitung zu unserem nächsten KlimaForum am 24. September 2020  zum Thema “Neue Perspektiven auf Pflanzen und Klimaschutz”, ein Kooperationsprojekt. Frau Simone Scholten vom Mülheimer Kunstmuseum stimmte auf die Veranstaltung ein, zu der die Künstler Haike Rausch und Torsten Grosch eingeladen sind. Entsprechend findet die Veranstaltung im Medienhaus statt (Eingang Wallstraße).

Für heute sagen wir herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!

Das KlimaForum-Orga-Team

 

  • Franziska Adams und Alexandra Jaik von a tip:tap
  • Ramon Steggink und Birgit Kirch von RWW
  • Benjamin Böger, medl/ SEM
  • Jürgen Schardt und sein Team von der Fokus Mediaproduktion mit Julian Schaa
  • Michael Cremer, DAV
  • Dr. Natalia Balcazar, Die Nachhaltigkeits-Berater, live aus Spanien dazugeschaltet
  • Thomas Maas, Hausherr
  • Simone Scholten, Mülheimer Kunstmuseum
  • Anke Schniewind, Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V.

Juli – 23.07.2020

Thema                  buy local – nachhaltige regionale Produkte am Beispiel 4330
Gäste                    Jörn Gedig, Inhaber von 4330 und weitere Gäste
Ort                        Denkhauser Weg 24, 45475 Mülheim an der Ruhr (ehemalige VJM-Haus)
Beginn                 18 Uhr

Wir freuen uns, dass wir am 23.07.2020 unsere Aktionsreihe KlimaForum wieder aufgreifen konnten – nunmehr in einem neuen Format: wie bisher analog sowie zusätzlich live über unseren YouTube-Kanal.

Viele räumliche und technische Hürden waren hierfür zu nehmen – aber die Liveübertragung erfolgte trotz anfänglicher Ton-Schwierigkeiten für einen Testlauf zu unserer vollen Zufriedenheit. Wir bedanken uns bei den Gästen vor Ort im ehemaligen CVJM-Saal am Denkhauser Weg für ihre Geduld und bei den online-Teilnehmern zusätzlich für ihre wertvollen feedbacks zur kontinuierlichen Optimierung der Übertragung.

Die Veranstaltung war ein Gemeinschaftswerk Vieler. Wir bedanken uns insbesondere

  • beim Mülheimer Medienkompetenzzentrum für die Beratung und Bereitstellung des Aufnahme- und Übertragungsequipments
  • bei Thomas Maas für die Bereitstellung der Räumlichkeiten des ehemaligen CVJM-Heims, der Versorgung sowie der Bereitstellung des Ton-Equipments
  • bei Jürgen Schardt und seinem Team der fokus mediaproduktion (Daniel Schulte und Alina Rose) sowie Julian Schaa von den fridays for future für die kurzfristige professionelle Unterstützung
  • bei Michael Cremer vom Deutschen Alpenverein, Dr.Natalia Balcazar, Florian Kreppel und Jutta Steinfartz für die Unterstützung vor Ort.
  • sowie natürlich bei Jörn Gedig, Inhaber von 4330, und Erik Zähres, Pressesprecher der FFF, für die inhaltliche Vorbereitung

des KlimaForums rund um das Thema “buy local – nachhaltige regionale Produkte am Beispiel 4330.

 

Jörn Gedig zeichnete den Weg seines start up´s 4330 vom Altstadtweihnachtsmarkt über den Pop-Up-Shop am Löhberg zur Wallstraße nach. Die Innenstadt wird um einen Werbeartikel-Produzenten mit Lokalcholorid bereichert.

 

Allein die textile Neuausrichtung erforderte zusätzliche Produktions- und Lagerflächen, die an der Delle bezogen wurden.

Von Beginn an spielte dabei für Jörn Gedig auch die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. So können sich seine Produkte schon verschiedenen Gütesiegeln zuordnen lassen. Jörn Gedig hat hierzu vier Beispiele anhand entsprechender Produktmuster mitgebracht:

 

Die nächste Entwicklungsstufe ist in Arbeit: Textilien Werbeprodukten mit GOTS-Zertifizierung. Ziel dieses Global Organic Textile Standards ist es, “Anforderungen zu definieren, um den ökologischen Status von Textilien, angefangen von der Gewinnung textiler Rohfasern über umweltverträgliche und sozial verantwortliche Herstellung bis zur Kennzeichnung der Endprodukte zu gewährleisten und dadurch eine glaubwürdige Produktsicherheit für den Endverbraucher zu erzielen.”

Hierzu stellte Jörn Gedig informative Tischvorlagen zur Verfügung und erläuterte seine persönliche Motivation für die GOTS-Zertifizierung sowie die damit verbundenen Herausforderungen.

Wie live demonstriert wurde stellt eine Besonderheit auch der Greenstory-QR-Code auf den Produktetiketten mit Informationen zu den Produktionsmitteln und -wirkungen: Wasser, Emissionen, Energie und Pestiziden dar.

Wasser spart man nicht nur am Wasserhahn. Darüber wird deutlich: Textilien lange tragen, damit sich dieser Wassereinsatz gelohnt hat! Und lange getragen werden kann nur gute Qualität. Also: Augen auf beim Kauf!

Rund um das Thema “buy local – nachhaltige regionale Produkte am Beispiel 4330” wurden weitere interessante Bezüge hergestellt:

Jörn Gedig ist dabei, von der Delle aus webbasierte Seminaren rund um das Thema der “textilen Nachhaltigkeit” abzuhalten und so sein langjährige Berufserfahrung der Branche weiter zugeben. Auf lokaler Ebene erfolgt die Einbringung in die Mülheimer Stadtgesellschaft nicht zuletzt durch eine entsprechende Beratung und Unterstützung von guten Projekten. So hat 4330 bspw.

  • der 5. Klasse der Karl-Ziegler-Schule 140 Biobaumwoll-Öko-Tex-T-Shirts mit wasserbasierendem 2-farbigem Siebdruck bereit gestellt und
  • Friday for Future Mülheim mit 20 GOTS-zertifiziert bedruckten T-Shirts mit Greenstory-QR-Code ausgestattet.

Wir freuen uns, dass wir uns als Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V. an diesen Aktionen beteiligen durften.

Erik Zähres bestätigte, dass diesbezüglich auch in den Schulen noch viel Informationsarbeit zu leisten ist.

  • Das fairtrade-Gütezeichen wird unter bestimmten Voraussetzungen auch an Kommunen und (Hoch-)Schulen vergeben. Wie einer kleinen Pressemitteilung am 25. Mai d.J. entnommen werden konnte: “Mülheim ist weiterhin “Fairtrade-Stadt”.

Gerne erfahren wir bei Gelegenheit mehr über die von Michael Cremer spontan kurz umrissenen 5 Kriterien

  • Ratsbeschluss
  • Steuerungsgruppe
  • Fairtrade-Produkte im Sortiment
  • Zivilgesellschaft
  • Medien und Öffentlichkeitsarbeit.

Aus dem Publikum wird ferner der Hinweis auf die Firma Melawear gegeben, die zertifizierte Textilien produziert.

Aus dem Publikum wurde der Hinweis gegeben, dass beispielsweise Lidl bereits Grüne-Knopf-Textilien anbietet.

  • Aufgrund der ebenfalls angesprochenen “kommunale Einkaufspolitik” wurde zum Titel “buy local” der Bezug zu der gleichnamigen Vereinigung Buy Local hergestellt. Zu den Gründungsmitgliedern zählte Frau Dr. Hilberath aus der Buchhandlung Hilberath & Lange. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der inhabergeführten Buchläden in Mülheim an der Ruhr – nach aktueller Zählung dürften es nur noch 3 sein – ist die Fragestellung “Wie steht es denn bspw. um den jährlichen Einkauf der Schulbücher.” auch unter Berücksichtigung der aktuellen Ausschreibungsrichtlinien durchaus berechtigt. Alles hängt eben irgendwie mit allem zusammen.
  • Aus dem Publikum kam ferner die Anfrage nach nachhaltiger Arbeitsbekleidung. Hier kann der Hinweis auf das Wülfrather Unternehmen as bardusch gegeben werden. Erfahrungen werden gerne weiter gegeben!
  • Jörn Gedig stellt ein weiteres Produkt mit dem FairWear-Foundation-Gütezeichen vor:

Seine Aktion “Mein schönster Baum in Mülheim an der Ruhr

Auch der schönste Baum braucht zum Überleben Wasser. Daher gibt es ab einem Erwerb von 10 T-Shirts einen Wassersack mit dabei.

“Wasser” ist die Überleitung zu unserem nächsten KlimaForum am 27. August 2020  – wieder im selben Rahmen. Thema: “Trinkwasser ist Klimaschutz”. Unsere Veranstaltungspartner: a tiptap und RWW. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung! 

Wir bitten um Verständnis, dass wir in diesem Rahmen nicht alle Inhalte des über 1 3/4 – Stunde Livestreams verschriften konnten. Auch mit dem Thema als solches sind wir noch lange nicht durch. Da hat unsere Stadt noch viel zu bieten. Anregungen und Ergänzungen hierzu nehmen wir gerne entgegen.

Für heute sagen wir Herzlichen Dank für Ihr Interesse.

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