KlimaForum des Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V.

November– 26.11.2020

Thema                    WasserSpielRaum
Gäste                      Michael Cremer, Benjamin Böger, Dr. Henner Tilgner, Thomas Maas, Friedhelm Susok, Dr. Bernhard Leidinger
Ort                           online über unseren YouTube-Kanal
Beginn                    18 Uhr

Wie bereits in den vergangenen 4 KlimaForen bereits angekündigt fand die November-Veranstaltung ganz im Zeichen unseres Förderprojektes WasserSpielRaum statt.

Es hat uns gefreut, dass uns in diesem Rahmen die Vertreter unserer Fördermittelgeber Benjamin Böger, medl GmbH/ SEM, sowie Dr. Henner Tilgner, Kuratorium der Sparkassenstiftung Mülheim, über ihre Motivation zur Unterstützung der Spielentwicklung berichteten.

Dr. Tilgner fasste die Leitlinien des Kuratoriums wie folgt zusammen

Wir werden bei der Spielentwicklung durch Michael Cremer, SpielRaum, professionell begleitet. Er stellt anhand seiner Präsentation die Bedeutung für „spielerische Lernprozesse“ sowie den aktuellen Spielstand vor. Herr Cremer ging dabei auch auf die durch den DAV Sektion Ruhrgebiet für den Mülheimer Alpenbach übernommene Bachpatenschaft ein.

Die Besonderheiten des vorliegenden Spieles lassen sich wie folgt zusammenfassen:

– Lokalbezug der Aufgaben und Problemstellungen
– Einbindung der Lokalen Wasserakteure
– Unterstützung der Mülheimer „Wasserziele“

Es gilt nunmehr gemeinsam, die Spielkarteninhalte im Einzelnen abzuleiten. Diese werden inhaltlich zunächst in drei Kategorien gegliedert:

– Trinkwasser/ Frischwasser
– Abwasser/ Brauchwasser
– Regenwasser/ Oberflächengewässer (Wasserkreislauf).

Ein weiterer Aspekt ist die enorme Menge an Trinkwasser, die durchschnittlich für die Toilettenspülung verwendet wird. Nach vorliegenden Angaben liegt diese bei rd. 12.700 Liter pro Person und Jahr. Das machen rd. 35 Liter pro Jahr. Hieraus lassen sich verschiedene Versuchsaufbauten ableiten, über die diesen Trinkwassereinsatz transparent gemacht werden kann.

Frei nach dem Motto “wenn Fäkalien ins Spiel kommen” schilderte Herr Böger die bestehenden Probleme der Abwasserentsorgung plastisch. Er fasst die einfache Formel wie folgt zusammen: Ins Abwasser gehören nur natürliche Ausscheidungen und dafür vorgesehenes Papier. Tatsächlich gibt es eine lange Liste an Stoffen, die auf der Kanalstreckt und insbesondere an den Pumpstationen für Verstopfungen sorgen bzw. in den Kläranlagen für erheblichen Filter- und Reinigungsaufwand sorgen bzw. gar nicht erfasst werden.“

SEM hat hierzu eine Aufstellung erstellt.

abwassertabus_11-2020

Ohne Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit. Denn aus dem Chatroom kam im Nachgang beispielsweise noch der Hinweis, dass bedauerlicherweise wohl auch viele Kleintiere diesen Weg nehmen.

Thomas Maas, Geologe und Inhaber des Ingenieurbüros Aquatechnik aus Mülheim an der Ruhr, griff den letzten „Stoff“ aus der Aufstellung „Zigarettenkippen“ auf:

Als Spielansatz empfahl Thomas Maas:

Aber auch Sammelaktionen auf z.B. Schulhöfen in bestimmten Abständen und Hochrechnung der in dem Gesammelten vorhandenen Gift- und Schadstoffen wäre anschaulich. Denn alleine in einer Kippe kann beispielsweise das Nervengift Nikotin noch in einer so hohen Konzentration vorhanden sein, dass davon ein Tier in der Größe einer Möve getötet werden kann.

Es gibt ferner Untersuchungen, nach denen ein Zigarettenstummel 500 bis 1000 Liter Wasser verunreinigen kann. [https://www.ruhr24.de/nrw/zigarette-achtlos-wegwerfen-kann-bald-sehr-teuer-werden-13096461.html]

 

Über die geschilderten Probleme lassen sich zahlreiche Spielansätze ableiten, über die wir weiter berichten werden.

 

Viele von den angesprochenen Problemen werden von Infotainer Friedhelm Susok bereits in seinen Bildungsaufträgen „Lernerlebnis Trinkwasserschutz“ verarbeitet.

Es würde uns freuen, wenn das „Lernerlebnis Trinkwasserschutz“ noch an zahlreichen weiteren Mülheimer Schulen zum Einsatz kommen könnte.

 

Sobald die Spielkarten abgestimmt sind erfolgen Testläufe. Die Schulen, die hieran ab Frühjahr 2021 teilnehmen möchten, können sich gerne schon bei uns melden. Ziel ist, insbesondere den Weltwassertag am 22.03.2021 besonders zu bespielen. http://www.kleiner-kalender.de/event/weltwassertag/97713.html

Das KlimaForum-Orga-Team blickt zurück auf eine durch zahlreiche Fachleute hochqualifiziert begleitete Veranstaltungsreihe und bedankt sich bei allen Akteuren und Zuschauern für ihr Interesse. Wir werden kurzfristig berichten, wie es in 2021 weiter geht. Bis dahin verbleiben wir mit besten Gruß:

Weitere angesprochene Informationsquellen:

 KlimaForum „Trinkwasser ist Klimaschutz“ gemeinsam mit a tip: tap und RWW, Mülheimer Initiative für Klimaschutz August 2020. Näheres hier: https://www.klimaschutz-mh.de/klimaforum2020-8/

o    Bildung mit Energie – auch zum Thema Wasser: https://www.3male.de/.

 

Abschließender Hinweis:

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