KlimaForum des Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V.

OKTOBER – 22.10.2020

Thema                     Nachhaltige und gesunde Ernährung
Gäste                       Frau Ulya Faupel von der Hochschule sowie Ruhr-West, Juliana Minetto Gellert Paris und Christine Beatrice Heinzel von der Uni Bonn
Ort                            online über unseren YouTube-Kanal
Beginn                    18 Uhr
Besonderheiten   barrierefrei

„Nachhaltige und gesunde Ernährung“

Wieder haben wir unser KlimaForum zum Thema „Nachhaltige und gesunde Ernährung“ an die aktuellen Gegebenheiten angepasst und die Oktober-Veranstaltung auf eine präsenzlose Form umgestellt. In unserer Video-Konferenz waren unsere Gäste Frau Ulya Faupel von der Hochschule Ruhr-West, Juliana Minetto Gellert Paris und Christine Beatrice Heinzel von der Uni Bonn zugeschaltet. Dr. Natalia Balcazar übernahm wieder den Chat mit unseren YouTube-Teilnehmer, Fokus Mediaproduktion die technische Koordinierung.

Gerade hat die Bundesregierung die Einführung des Nutri-Scores beschlossen – wir berichteten. Da passt eine Diskussion um die Wirkung von Lebensmittel-Gütezeichen auf uns als Verbraucher gut in die Zeit. Frau Ulya Faupel hat sich hiermit im Rahmen Ihrer Doktorarbeit intensiv auseinander gesetzt und für uns den Impulsvortrag „Des einen Freud, des anderen Leid? Warum (BIO-)Gütezeichen auf Lebensmittel nicht immer hilfreich sind.“ vorbereitet.

Festzuhalten bleibt: Lebensmittel-Gütezeichen setzen sich sehr unterschiedlich mit verschiedenen Qualitätskriterien auseinander und können dem einzelnen Verbraucher – auch ohne besondere Marketing-Strategien – nicht immer alle für den Einzelnen evtl. relevante Merkmale beschreiben.

Machen Sie den Test und lassen diese unterschiedlichen Aufschriften einer Marke einmal auf sich wirken …

Der neue Konzeptansatz “One Health” nimmt neben dem Umweltbereich auch die Lebewesen “Mensch” und “Tier” mit in den Fokus.
Juliana Minetto Gellert Paris, Junior Researcher am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn, und Christine Beatrice Heinzel, erforscht hierzu nachhaltige Lösungsansätze, bei denen das Wohlergehen von Menschen, Tieren und der Umwelt gleichermaßen erfasst wird. Dabei ist die aktuelle Studie „Nachhaltige und gesunde Ernährung in der Metropole Ruhr während COVID-19“ Teil ihrer Doktorarbeit.

 

 

 

 

Grundlage der Studie ist eine Umfrage in der Metropole Ruhr. Aufgrund der COVID-19-Pandemie haben sich auch hier der Lebensstil und die Ernährungsgewohnheiten vieler Menschen verändert. Gerade jetzt haben wir die Chance zu erforschen, wie sich das Essverhalten während der Lockdown-Erfahrung in der Metropole Ruhr entwickelt hat. Zielgruppe der Studie sind dabei im Wesentlichen diejenigen, die in den Haushalten die Kaufentscheidungen treffen.

Der Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V. lädt ein, sich an der Umfrage zur Studie zu beteiligen bzw. die Studie in den Haushalten zu bewerben. Ziel ist eine speziell auf das Ruhrgebiet bezogene Bewertung der Auswirkungen des Lebensmittelkonsums auf die menschliche Gesundheit, das Tierwohl und die Nachhaltigkeit sowie optimierte Ernährungskonzepte weiterzuentwickeln. Darüber möchten wir mehr erfahre.

Hier geht es zur Umfrage: www.onehealth-survey.de

Über eine rege Beteiligung würden wir uns sehr freuen!
Wir halten Sie über die Ergebnisse der Umfrage auf dem Laufenden!

Das KlimaForum-Orga-Team

Jürgen Schardt und sein Team Alina Rose und Daniel Schmidt von der Fokus Mediaproduktion
Dr. Natalia Balcazar und Florian Kreppel, Die Nachhaltigkeits-Berater
Michael Cremer, DAV
Anke Schniewind, Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V.

Weitere angesprochene Informationsquellen:

  • studie-uni-bonn
  • Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft BMEL hat die Ernährungsgewohnheiten in Deutschland untersucht und in einem Ernährungsreport 2020 https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/ernaehrungsreport2020.html und fasst zusammen: „Die Corona-Krise hat nicht nur das Essverhalten vieler Menschen beeinflusst, sondern auch die Sicht auf die deutsche Landwirtschaft und damit die regionale Erzeugung verändert. Dies ist ein Ergebnis der jährlichen repräsentativen forsa-Umfrage unter 1000 Verbraucherinnen und Verbrauchern im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Demnach gaben 39 Prozent der Befragten an, dass die Landwirtschaft für sie in der Corona-Krise an Bedeutung gewonnen hat.“ – Die Broschüre ist in der MIK-Geschäftsstelle Löhberg 28 vorrätig.
  • In ihrer meo-Ausgabe 11/2019 hat die IHK Ruhr in dem Beitrag „Forschen für den Klimaschutz“ deutlich gemacht, das wir ganz in unserer Nähe eine Vielzahl hochqualifizierter Institute finden, die in ganz unterschiedlichen Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbereichen Grundlagenforschung betreiben https://www.uni-due.de/imperia/md/content/zwu/meo_nov2019.pdf: Frauenhofer UMSICHT in Oberhausen, Mülheimer Max-Planck-Institut, Uni Duisburg-Essen, Mülheimer HRW sowie Essener RWI. Dem MEO-Bericht zufolge soll die Uni Duisburg-Essen beispielsweise eine der weltweit größten Algensammlungen beherbergen. Dabei lassen sich Algen u.a. als Nahrungsmittelergänzung einsetzen. Darüber würden wir natürlich gerne mehr wissen!
  • Die Verbraucherzentrale hat zahlreiche Informationen zu nachhaltiger und gesunder Ernährung herausgebracht https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel.
  • Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft BÖLN  Stand Februar 2020 die Ergebnisse einer Umfrage zum Konsum von Biolebensmitteln in einem Ökobarometer 2019 zusammen gefasst https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/oekobarometer-2019.pdf?__blob=publicationFile&v=3
  • Passend zur Studie der Uni-Bonn ein Projekt aus Hessen, in dem Verbraucher über den Preis selbst entscheiden können, wie fair ihre Lebensmittel sein können https://dubisthierderchef.de/ 
    “Wir sind eine Gruppe engagierter Verbraucher, die bei jeder Kaufentscheidung Verantwortung übernehmen will. Wir wollen die Kontrolle über unsere Ernährung zurückerlangen, indem wir zusammen den Kreationsprozess zu wertvollen, fairen und nachhaltigen Produkten von der Produktion bis hin zur Vermarktung selbst bestimmen und damit verantwortungsbewusstes Handeln stärken! So möchten wir unser Konsumverhalten positiver gestalten und die Macht ausüben, die uns bei jeder Kaufentscheidung zusteht.”
  • Der deutsche Bio-Spitzenverband Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft – https://www.boelw.de/themen/forschung-bildung/forschungspolitik/artikel/umfassend-umsteuern-richtung-gesunde-und-nachhaltige-ernaehrung/ – BOLW beschäftigt sich intensiv mit der Umsteuerung hin zu gesunder und nachhaltiger Ernährung.
  • Die Münchner Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung e.V. berät seit vielen Jahren zu ernährungsökologischen Ansätzen https://www.nachhaltigeernaehrung.de/Grundsaetze.40.0.html

Und noch zwei Buchtipps:

  • Future Food – Die Zukunft der Welternährung – von Jan Grossarth, wbgTheisss-Verlag 2019 – zur Frage „Wie werden wir in Zukunft satt, ohne dass der Planet kollabiert?“
  • Klimawandel – Fakten gegen Fake & Fiction – von Marcus Wadsak, braumüller-Verlag 2020 – handlich kleine, aber kompakte Informationsquelle mit Handlungsempfehlungen für uns alle von Wetterexperte Marcus Wadsak

 

Abschließender Hinweis:

Da die Wiedergabe der hier hinterlegten Daten tlw. systemabhängig sein kann bitten wir um eine entsprechende Rückmeldung unter Angabe Ihrer Systemspezifika Browser u.ä., sofern es hierbei zu Störungen bei Ihnen kommt.

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