Jetzt beginnt wieder die Krötenwanderung – warum das jede Aufmerksamkeit wert ist

Im späten Winter und frühen Frühjahr – meist ab Februar – beginnt sie wieder: die alljährliche Krötenwanderung. Dann machen sich Erdkröten, Frösche, Molche und andere Amphibien auf den langen Weg von ihren Winterquartieren zurück zu ihren Laichgewässern. Diese Wanderung ist für den Fortbestand vieler Amphibienarten von zentraler Bedeutung – doch sie ist auch voller Gefahren.

Warum ist die Krötenwanderung so wichtig?

Amphibien sind sensible „Bioindikatoren“ – sie reagieren sehr schnell auf Veränderungen in Umwelt und Lebensräumen. Ihre Wanderungen sind ein natürlicher Teil ihres Lebenszyklus: nur so gelangen sie zu ihren Laichplätzen, können sich fortpflanzen und ihre Populationen erhalten.

Leider ist die Bilanz vieler Amphibienbestände kritisch – nicht nur 2025 zeigte wieder deutliche Verluste durch Verkehr, Straßen und Landschaftszerstörung. Ohne aktive Schutzmaßnahmen würden noch mehr Tiere ihr Wanderziel nie erreichen.

Jedes Frühjahr sterben viele Amphibien auf ihren Wanderrouten, besonders dort, wo Straßen die Strecke kreuzen. Die Tiere erkennen weder Autofahren noch andere Gefahren und werden oft überfahren oder durch den Strömungsdruck bei schneller Passage von Fahrzeugen verletzt.

Wie du helfen kannst – auch ohne Profi zu sein

Naturschutzarbeit rund um die Krötenwanderung lebt vom Mitmachen. Es braucht keine besonderen Vorkenntnisse – sondern nur Zeit, Interesse und Aufmerksamkeit. Einige Möglichkeiten:

Ehrenamtliche Mitarbeit bei Amphibienschutzaktionen

Viele lokale Gruppen des NABU setzen temporäre Schutzmaßnahmen wie Amphibienzäune oder organisieren Sammelstellen, um wandernde Tiere sicher über Straßen zu bringen. Diese Zäune müssen regelmäßig kontrolliert und geleert werden – ein klassischer Job für freiwillige Helfer*innen.

Amphibienschutzaktionen beginnen in der Regel Mitte Februar und dauern oft bis Mitte Mai, je nach Wetterlage. Jeder Einsatz – ob einmalig oder regelmäßig – hilft.

Melde dich bei einer NABU-Ortsgruppe

Wenn du aktiv werden willst, findest du über die Gruppensuche des NABU Ansprechpartner*innen in deiner Nähe. Dort gibt es oft Infos zu Terminen, Treffpunkten und was du mitbringen solltest.

👉 Schaut selbst in den NABU-Gruppenfinder, um die richtige Gruppe für deinen Wohnort oder Umkreis zu finden:
🔗 NABU-Gruppen vor Ort – Kontaktesuche

Auch ohne Organisation helfen

  • Achte mit deiner Familie oder deinem Team auf Hinweisschilder zur Amphibienwanderung, wenn du mit dem Auto unterwegs bist.

  • Fahr vorsichtiger bei feuchtem Wetter oder abends – sobald die Temperatur steigt, sind Amphibien in Bewegung.

  • Vermeide – wenn möglich – viel befahrene Straßen in betroffenen Gebieten oder weiche auf weniger gefährdete Wege aus.

Straßensperrungen & Verkehrsinfos – wo du dich aktuell informieren kannst

Wir können leider keine verbindlichen Angaben zu konkreten Straßensperrungen oder temporären Verkehrsführungen in deiner Region geben. Bitte informiert euch bei der Stadt oder Gemeinde direkt, z. B. auf der Website der jeweiligen Verwaltung – dort werden Sperrungen im Zusammenhang mit Amphibienschutz oder Krötenwanderung meist frühzeitig veröffentlicht.

Fazit

Die Krötenwanderung ist ein faszinierender, aber auch gefährlicher Abschnitt im Leben unserer heimischen Amphibien. Ohne freiwilliges Engagement und Schutzmaßnahmen hätten viele Arten wohl kaum eine Chance. Ob du dich aktiv beteiligst oder einfach nur aufmerksamer unterwegs bist – jede Form der Unterstützung wirkt sich positiv aus.

Quellen


Bildquelle: © Pixabay

Kontaktieren Sie uns

Das Internet ist schnelllebig und im stetigen Wandel. Sollte sich daher eine Website geändert haben und somit eine der im Beitrag hinterlegten Verlinkungen nicht mehr funktionieren, dann bitten wir dies zu entschuldigen. Wenn Sie uns eine kurze Nachricht an über unser Kontaktformular senden, dann können wir den Link anpassen oder entfernen.

Weitere interessante Beiträge

Engagement

Webinar-Tipp: Gärtnern in der Klimakrise

23. Februar 2026 | 19:00–20:30 Uhr | Online (Zoom) Hitzeperioden, Trockenheit und immer häufigere Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hagel oder Stürme stellen Gärtner*innen zunehmend vor neue Herausforderungen. Aussaat- und Erntezeiten verschieben sich, Schädlinge und Krankheiten breiten

Weiterlesen »