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Der Sommer steht in den Startlöchern und am Wochenende zieht der bekannte Grillduft aus so manchen Garten.

 

 

In einer 2019 veröffentlichen Umfrage gaben 69,3% der Deutschen an einen Holzkohlegrill, 39,7% einen elektrischen und 31,6% gasbetrieben Grill zu besitzen [Mehrfachantworten möglich].

 

Wir möchten Ihnen einen kurzen Überblick darüber geben, wie sich Gas-, Kohle- und Elektrogrills im Vergleich schlagen und welche nachhaltigeren Möglichkeiten schon heute zur Verfügung stehen. 

 

Gasgrill

Vorteile + 

  • In kurzer Zeit einsatzbereit
  • Gut regulierbar
  • Rund 3x weniger CO2 Verschmutzung im Vergleich zu Holzkohle
  • Einsatz von Biogas zum Grillen bald möglich
  • Geringer Schadstoffausstoß

Nachteile –

  • Grillgase wie Propan und Butan sind endliche Rohstoffe
  • Gasgrills sind in der Anschaffung oft teurer als Holzkohlegrills
  • Gasflaschen müssen in der Regel gemietet werden (Pfand)

 

 

Holzkohlegrill

Vorteile +

  • Ökologischer nachwachsender Rohstoff (wenn dieser aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt
    Siegel: FSC, Bio-Siegel, Naturland
  • Geschmack (rauchiges Aroma) und positive Sozialaspekte
  • Langanhaltende Wärmeproduktion
  • Holzkohlegrills sind oft preisgünstig

Nachteile –

  • Oft werden auch Tropenhölzer illegal ausgebeutet (Raubbau in Naturschutzgebieten)
  • Ausstoß von Klima- und gesundheitsgefährdenden Schadstoffen (u.A. Feinstaub, CO, CO2, PAKs)
  • Mitunter weite Transportwege (schlechte Klimabilanz)
  • Benötigt einiges an Vorbereitungszeit

Alternativen : 

  • Briketts aus Olivenkernen: Die nachhaltige Alternative zu Holzkohlebriketts! Die Olivenkerne stammen überwiegend aus der Olivenölproduktion und sind eigentlich ein Abfallprodukt.
  • Kokos-Briketts: Die Briketts aus Kokosschalen sind ebenfalls eine gute Alternative, ähnlich wie Tropenhölzer haben Kokosschalen jedoch einen weiten Transportweg.
  • Bambuskohle: Der extrem schnell wachsende Rohstoff Bambus ist ebenfalls eine gute Alternative. Ebenfalls wie Kokos-Briketts benötigt dieser meist weite Transportwege.


In der Regel wird zudem ein Grillanzünder benötigt.

 

Elektrogrill

Vorteile +

  • Klimaneutral (wenn Ökostrom genutzt wird)
  • Sehr geringer Schadstoffausstoß
  • Sofort einsatzbereit
  • Gut regulierbar

Nachteile –

  • Es wird ein Stromanschluss benötigt
  • Fehlende Raucharomen (Geschmack)

 

Die gute Nachricht: Laut einer Studie des TÜV-Rheinland hat die Art des verwendeten Grillmediums (Gas, Kohle, Elektro) nur einen geringen Einfluss auf die Gesamtbilanz. Der Studie nach verbraucht ein durchschnittlicher Grillabend je nach Grillmedium zwischen 17,5 und 18 Kilogramm CO2. Wirklich entscheidend ist, was da auf den Grill kommt.

 

Das Grillgut macht den Unterschied

 

Natürlich sollte im Idealfall der mit Ökostrom betriebene Elektrogrill genutzt werden, doch der Impact, den das Grillgut ausmacht, ist viel größer. Es wird angenommen, das ca. 90 bis 95 % der CO2-Bilanz eines Grillabends durch das Grillgut verursacht wird.

Dabei ist der Grillprozess gar nicht entscheidend, sondern vielmehr der Weg des Grillguts bis hin zum Rost.

 

Tierische Produkte haben einen teilweise kurzen CO2-internsiven Lebensweg hinter sich, ehe sie auf unserem Teller landen. Zudem entsteht CO2 beim Schlachten und Zerlegen, beim Transport und im Verkauf. 
Daher sollten Sie, wenn Sie nicht auf Fleisch verzichten können oder wollen, das Fleisch bewusst genießen. Kaufen Sie Fleisch von lokalen Erzeugern und unterstützen Sie damit nachhaltig arbeitende Betriebe. Eine gute Alternative zu Fleisch stellt Grillgemüse da. Hier sollte unbedingt auf Saisonalität geachtet werden. Denn einheimische Früchte aus einem beheizten Gewächshaus sind in der CO2-Bilanz oft deutlich schlechter als Südfrüchte, die mit dem Schiff kommen.

 

 

 

 

[Titelfoto Bild von Free-Photos auf Pixabay,
Beitragsfoto von RitaE auf Pixabay
Beitragsfoto von planet_fox aufPixabay
Beitragsfoto von Skitterphoto auf Pixabay
Beitragsfoto von markusspiske auf Pixabay

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