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In Mülheim an der Ruhr erhöht auch der örtliche Grundversorger medl GmbH den Gaspreis deutlich. Wir zeigen Ihnen, was die CO2-Abgabe damit zu tun hat und wie Sie Ihre Heizkosten niedrig halten können.

Die WAZ berichtete vor einer Woche über deutschlandweit steigende Gaspreise für 2021. Davon ist auch der Gasanbieter medl GmbH nicht ausgeschlossen, was für Preissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich sorgt. Für einen Muster-Einfamilienhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 17.000 Kilowattstunden entspricht das Mehrkosten von rund 120 Euro im Jahr.

Auslöser der steigenden Gaspreise ist die CO2-Abgabe, die am 1. Januar 2021 in Deutschland eingeführt wird. Ihr Ziel ist es, die klimaschädlichen Auswirkungen der Kohlenstoffdioxid-Emissionen mithilfe einer Steuer zu senken. Bemessungsgrundlage dieser Steuer sind die CO2-Emissionen, die bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehen. Den Preis des Treibhausgases pro Tonne hat die Bundesregierung auf 25 Euro festgelegt. Das hat weitreichende Auswirkungen auf die Preise von Gas, Heizöl und auch Treibstoffe. Es ist mit einer Erhöhung von rund 0,6 Cent pro Kilowattstunde zu rechnen, sofern der Gasanbieter die Mehrkosten vollständig an seine Kunden weitergibt.

Wir zeigen Ihnen verschiedene Möglichkeiten, wie sie Ihre Kosten trotz steigender Gaspreise gering halten können:

– auf der einen Seite gibt es verschiedene Sanierungsmöglichkeiten am und im Gebäude:

  Sanierung im Gebäude   Sanierung am Gebäude
  • Fensterfolien (aus dem Baumarkt) aufziehen
  • Poröse Fensterdichtungen mit Schaumdichtungsband überkleben oder ersetzen lassen
  • Heizungsrohre mit Kunststoff ummanteln
  • Einbauen einer modernen Gastherme → ca. 29% Gaseinsparung gegenüber altem Heizkessel
  • Dämmung des Dachs
  • Dämmung der Außenfassade
  • Isolierverglasung der Fenster
  • Dämmung des Kellers
  • Durchführung einer Thermografie → Schwachstellen am Haus lassen sich durch eine Wärmebildkamera identifizieren_

_- auf der anderen Seite können Sie Ihren Gasverbrauch auch durch bestimmte Verhaltensweisen im Alltag senken.

– auf der anderen Seite können Sie Ihren Gasverbrauch auch durch bestimmte Verhaltensweisen im Alltag senken:

  • Herunterdrehen der Heizthermostate
  • Stoßlüften statt Kipplüften
  • Temperatur nach Raumnutzung wählen → nicht jeder Raum braucht 20°C
  • Heizkörper freihalten
  • Türen schließen → vermeidet, dass warme Luft in kühlere Räume entweicht
  • Entlüftung der Heizung
  • Jährliche Wartung der Heizung
  • Bewusste Nutzung von Warmwasser
  • Gasanbieter vergleichen und ggf. wechseln

Wir hoffen, dass sie durch diese Tipps, trotz der steigenden Gaspreise durch die kommende CO2-Abgabe, die Mehrkosten so gering wie möglich halten können. Von einem niedrigeren Gasverbrauch können nicht nur Sie, sondern auch die Umwelt profitieren.

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Quellen: WAZ, Verbraucherzentrale NRW und ENTEGA.

[Beitragsbilder: ©pexels CC0]

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