unter Grün, Konsum, Leben

Wie im letzten Mittwochsbeitrag angeteasert, möchten wir den heutigen Mittwochsbeitrag dem Thema Fleisch widmen.

Kaum ein Thema ist umstrittener in Deutschland als die Frage nach dem Fleischkonsum. Viele lieben ihr Fleisch und wollen es auch weiterhin genießen, andere hingegen lehnen es teilweise oder gänzlich ab. Einigkeit sollte aber darin bestehen, dass das Tier und damit auch das Fleisch mehr wertgeschätzt werden sollten. Die Tiere und die Umwelt werden es uns danken.

Jung und KritischDoch wie sieht es zurzeit aus in Deutschlands Küchen?

Insgesamt lässt sich beobachten, dass der Fleischkonsum der Bürger und Bürgerinnen in den letzten Jahren stetig abgenommen hat [1, 2].

Im Jahr 2020 gaben in einer Forsa-Umfrage zum Ernährungsreport der Bundesregierung nur 26 % der Befragten an, regelmäßig Fleisch zu konsumieren. Ganze 55 % gaben an, zwar Fleisch zu konsumieren, jedoch auch mal bewusst darauf zu verzichten [3].

Weitere Befragungen unter Konsumenten anderer Institute brachten ähnliche Ergebnisse zutage. Viele finden den generellen Fleischkonsum grundsätzlich richtig, wollen oder haben ihn jedoch bereits reduziert [4, 2].

Neben dem Preis ist den Verbrauchern besonders die Qualität des Fleisches wichtig und damit, wie das Tier gehalten und verarbeitet wurde [3, 4]. Es lässt sich zudem beobachten, dass besonders durch die junge Generation vermehrt auf die Qualität des Fleisches geachtet oder gänzlich auf Fleischkonsum verzichten wird [5].

 

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Mehr aktuelle kompakte Informationen rund um das Thema Fleisch finden Sie im gerade erschienenen Fleischatlas (2021) der Heinrich Böll Stiftung.

https://www.boell.de/de/de/fleischatlas-2021-jugend-klima-ernaehrung

 

 

Doch wie wirkt sich das Fleischessen auf das Klima aus ? 

Allein die Tierhaltung verursacht knapp 15 % der globalen Emissionen [6].

Fleischkonsum unter Jugendlichen

 

Daher möchte sich Der Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V. dem Motto des WWF anschließen:
Tu dir und der Natur was Gutes – iss weniger und dafür besseres Fleisch“ [7].

Viele der jungen Generation leben es uns schon vor (s.o.)!

 

 

 

Quellen

[1] Süddeutsche Zeitung https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ernaehrungsbericht-2020-fleisch-deutschland-1.4922319  Stand 12.01.2021 15:21

[2] Kantar Emnid Umfragehttps://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/cantaremnid_umfrage_tierwohlabgabe_jan2020.pdf Stand 12.01.2021 15:51

[3] BMEL-Ernährungsreport 2020 – Seite 11,12 https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/ernaehrungsreport-2020.html Stand 12.01.2021 15:00

[4] Fleischwirtschaft.de https://www.fleischwirtschaft.de/verkauf/nachrichten/Konsumgewohnheiten-Bewusstere-und-kleinere-Einkaeufe-42657?crefresh=1 Stand 12.01.2021 15:38

[5] Fleischatlas 2021 – Seite 34f – Umfrage Oktober 2020

[6] Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) 2013: Tackling climate change through livestock – A global assessment of emissions and mitigation opportunities. Stand 12.01.2021 15:40

[7] WWF Deutschland https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/der-appetit-auf-fleisch-und-seine-folgen Stand 12.01.2021 16:03

[8] Verbraucherzentrale „Fleischeinkauf – gewusst was“ https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/lebensmittelproduktion/fleischeinkauf-gewusst-was-5551 Stand 22.01.2021 15.49

[Titelbild: von Yair Ventura Filho auf Pixabay
Beitragsbild 1: Fleischatlas Infografik: Der Schulstreik hat Millionen junger Menschen geprägt. Neue Präferenzen zeigen sich beim Wunsch nach klimabewusster Ernährung und engagiertem Staat; Abbildung: Bartz/StockmarLizenz: CC-BY 4.0
Beitragsbild 2: Fleischatlas Infografik: Wer sich im Fleischverbrauch an den empfohlenen 600 Gramm orientiert, lebt gesünder und ökologischer zugleich; Abbildung: Bartz/StockmarLizenz: CC-BY 4.0 ]

 

 

 

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