unter Bildung, Engagement, Grün, Leben

Der Mülheimer Initiative für Klimaschutz e.V. ist Partner im Mülheimer Schulnetzwerk „Nachhaltig Leben macht Schule“ und Moderator im Landesprogramm „Schule der Zukunft“: Das Landesprogramm Schule der Zukunft wurde Ende 2020 technisch und inhaltlich neu aufgelegt. Wie der Karte auf der Landesprogramm-Seite entnommen werden kann, haben sich mittlerweile auch schon einige Mülheimer Schulen neu angemeldet. Das Land verfolgt mit dem Programm das Ziel, die Schulen bei der Umsetzung der BNE – Nachhaltigkeitszielen zu unterstützen, die Aktivitäten sichtbar zu machen und darüber Anregungen für andere zu bieten. Aber auch andere sind ganz im Sinne der SDG (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen unterwegs. So zum Beispiel die evangelische Kirche im Rheinland mit ihrem Fairen Jugendhaus, über das uns Herr Gnypek freundlicherweise informiert hat.


Diakon Claudio Gnypek
Referent für entwicklungspolitische Bildung
RIO Rheinischer Dienst für Internationale Oekumene
der Evangelischen Kirche im Rheinland
Postanschrift: Althofstr. 9, 45468 Mülheim an der Ruhr
Büro: Kaiserstr. 6, 45468 Mülheim an der Ruhr

Faires Jugendhaus

Fairer Handel, Menschenrechte und Nachhaltigkeit sind auch Themen in der Jugendarbeit. Die Evangelische Jugend im Rheinland startete die Kampagne „Faires Jugendhaus“, um Einrichtungen der Kinder – und Jugendarbeit, die sich für den Fairen Handel einsetzen auszuzeichnen. „Mit dieser Initiative wollen wir das Engagement junger Menschen unterstützen, damit sie gute Ideen weitergeben und sich gemeinsam für gerechte Strukturen weltweit einsetzen.“ erklärt Claudio Gnypek von Rheinischen Dienst für Internationale Oekumene (RIO) in Mülheim. Darüber hinaus bietet die Kampagne ein Netzwerk für alle, die sich in diesem Themenbereich engagieren und will Menschen, Ideen, Kompetenzen vernetzen und fördern.

Wenn eine Jugendeinrichtung ein „Faires Jugendhaus“ werden möchte, muss sie fünf Kriterien erfüllen:

  1. Strategie

Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Jugendleiter*innen gründen gemeinsam ein Fairtrade – Team. Sie überlegen sich, wie sie die Ideen des Fairen Handels in ihrer Jugendeinrichtung konkret einbringen wollen.

  1. Produkte aus Fairem Handel

In der Einrichtung werden mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel genutzt. Das können z.B. Fairtrade – T-Shirts oder Fußbälle sein. Oder es wird Faire Schokolade, Orangensaft oder Tee angeboten.

  1. Aktionen

Mindestens zweimal im Jahr werden Projekte oder Aktionen mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt, bei denen es um den Fairen Handel geht. Das können z.B. kreative Workshops, Filmabende, faire Kochkurse oder Mitarbeitenden – Schulungen zum Thema sein.

  1. Öffentlichkeitsarbeit

In den digitalen oder analogen Medien wird mindestens zwei Mal im Jahr über die Aktionen  und das Thema Fairer Handel informiert, z.B. auf den eigenen Webseiten, in sozialen Medien oder in der Lokalpresse.

  1. Nachhaltigkeit

Ein Faires Jugendhaus ist in weiteren Bereichen der Nachhaltigkeit aktiv, z.B. mit Umweltaktionen zum Thema Klimawandel, im Bereich Ernährung oder Recycling.

Der Faire Handel soll im Kontext einer nachhaltigen Lebensweise gesehen werden. Wenn junge Menschen sich bewusst mit globalen Themen auseinandersetzen und Verantwortung übernehmen, tragen sie dazu bei, dass die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) erreicht werden.

Für Interessierte gibt es Fachtage und Seminare, bei denen die die Kampagne „Faires Jugendhaus“ erklärt wird. In Workshops werden praktische Methoden vorgestellt, gute Tipps ausgetauscht und die Vernetzung unterstützt. Im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) stellten Andreas Roschlau von der Evangelischen Jugend im Rheinland und Claudio Gnypek die Initiative „Faires Jugendhaus“ bei zwei Workshops vor, die mit 30 Teilnehmenden fast ausgebucht waren. Andreas Roschlau sagt: „Wir freuen uns über das rege Interesse. Es zeigt, dass viele Akteure der Jugendarbeit sich im Bereich Fairer Handel bereits engagieren wollen. Wenn junge Menschen sich für eine bessere Welt einsetzen, dann ist das ein gutes Zeichen.

Weitere Informationen gibt es hier: https://fairesjugendhaus.de/

 

 

Geben Sie uns über unser Kontaktformular Bescheid, sofern Sie an weiteren Informationen zu diesem Thema interessiert sind.

 

[Titel- und Beitragsfoto ©Evangelische Kirche im Rheinland]

 

 

 

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