unter Bildung, Engagement, Grün, Klimaanpassung

Das climactivity-Programm: Klimaschutz mit Klarheit, Spaß, Community und DIR

Wenn wir unseren Kindern und Enkeln stabile Lebensbedingungen auf diesem Planeten hinterlassen wollen, dann führt der Weg nur über effizienten Klimaschutz, der die Treibhausgasemissionen in den nächsten Jahren erheblich reduziert. Leider reichen die bisherigen politischen Anstrengungen bei Weitem nicht aus, um in Deutschland eine ausreichende Reduktion von Treibhausgasen zu erreichen.

Aus dem Grundgedanken, dass die Zivilgesellschaft vorangehen muss, wird seit 2019 in Bremen und seit 2020 auch im Ruhrgebiet (Essen & Mülheim) ein überregionales Programm entwickelt, das Privatpersonen bei der Verkleinerung ihres persönlichen CO2-Fußabdrucks unterstützt und sie gleichzeitig dazu animiert, sich gesellschaftlich für den Klimaschutz einzusetzen.

Das Programm besteht aus einem App-Spiel, einem sozialen Netzwerk und lokalen Teams bzw. Lokalgruppen.

In der Spiele-App werden die Nutzer:innen an die Big Points des Klimaschutzes, also die Punkte, bei denen besonders viel für den Klimaschutz getan werden kann, herangeführt und dazu angeregt, sich Ziele in jedem dieser Bereiche zu setzen. Wenn sie dies tun, erhalten sie dafür virtuell einen Setzling (Baum, Strauch, Blume), den sie selbst pflanzen können. Nachfolgend erwerben sie durch die Bestätigung ihres klimafreundlichen Verhaltens im Alltag (Tracking) virtuelles Wasser und Erfahrungspunkte. Mit dem Wasser können die Nutzer:innen in der App einen Wald wachsen lassen. Der Erwerb von Erfahrungspunkten führt zum Level-Aufstieg im Spiel, der es ermöglicht den Wald vielfältiger zu gestalten (neue Baum-, Strauch- und Blumensorten) und z.B. mit Tieren zu beleben. Im Bereich Bildung zu Klimaschutzthemen verfolgt die App einen ähnlichen Ansatz wie z.B. die Sprachlernapp Duolingo: Das Wissen wird in kleine Lerneinheiten unterteilt und in einem Quiz abgefragt. Der spielerische Ansatz des App-Spiels gibt den Nutzer:innen positives Feedback zu bereits umgesetzten Klimaschutzhandlungen im realen Leben und zeigt Möglichkeiten auf, wie sie noch klimafreundlicher leben könnten. Durch regelmäßige Interaktion und positive Verstärkung werden die Nutzer:innen in ihrem eigenen Bestreben ihr Verhalten zu ändern unterstützt. Die App wird im Sommer 2021 öffentlich verfügbar sein.

Das Soziale Netzwerk gibt seinen Mitgliedern eine Community an die Hand und zeigt ihnen damit, dass sie beim Klimaschutz nicht allein sind. Es schafft die Möglichkeit, über eine deutschlandweite Mitgliederkarte (aufgelöst nach Postleitzahlen) Gleichgesinnte in der Nähe zu finden und direkt mit ihnen in Kontakt zu treten. In virtuellen Gruppen zu bestimmten Themen kann inhaltlich über Fragen, Probleme, Herausforderungen und natürlich Erfolge beim Klimaschutz diskutiert werden. Außerdem können Nutzer:innen selbst Veranstaltungen zum Klimaschutz einstellen. Über eine Schnittstelle zur App wird ein direktes Teilen des erspielten Klimaschutz-Waldes Klimaschutz-Waldes der Spiele-App möglich sein und über ein eigenes im Profil integriertes Tool können Nutzer:innen ihren CO2-Fuß- und Klimaschutz-Handabdruck (regelmäßig) erfassen und Posten, so dass die sonst oft unsichtbaren Vorbilder im Klimaschutz eine bessere Sichtbarkeit erhalten, die andere Nutzer:innen inspiriert und motiviert. Außerdem setzt das Netzwerk konsequent auf eine wertschätzende Kommunikation (Netiquette), Datenschutz und die Verwendung von grüner Energie beim Betrieb der Server. Das Soziale Netzwerk wird Mitte Mai 2021 für die Öffentlichkeit freigeschaltet.

Die Vor-Ort-Struktur besteht aus Teams und deren Team-Treffen sowie climactivity-Abenden zum Klimaschutz-Schwerpunkt des jeweiligen Monats (Stadtteil- bzw. Gemeinde-Veranstaltungen). Beide Formate bauen auf einem Video-Input auf, den climactivity bereitstellt. So wird ermöglicht, dass klimaschutzbewegte Menschen oder Institutionen, die eine Veranstaltung als Gastgeber vor Ort durchführen möchten, nicht zugleich umfassende Experten für das jeweilige Thema sein müssen. Die climactivity-Abende werden zu Beginn eines jeden Monats an allen Orten zur selben Zeit stattfinden. Sie werden von einem lokalen Gastgeber praktisch durchgeführt. Dies kann eine lokale Gruppe oder Initiative sein oder ein:e Freiwillige:r, die dies ehrenamtlich durchführt. Das Vor-Ort-Programm wird ab Frühsommer 2021, zunächst begrenzt auf Bremen und Umgebung, gestartet.

Bei alledem versteht sich das climactivity-Programm nicht als Gegenentwurf oder in Konkurrenz zu bestehenden überregionalen Umweltverbänden oder lokalen Klima-Initiativen, sondern möchte diesen Angeboten einen inhaltlichen und methodischen Werkzeugkasten zur Verfügung stellen, der diesen Initiativen bei ihrer täglichen Arbeit helfen soll. Gerade auf Ebene von Vernetzung und Verbreitung ist der gemeinnützige Verein Klimaschutz For All e.V., der climactivity betreibt, auch auf die Arbeit dieser Angebote angewiesen und kann und will diese nicht ersetzen.

Das climactivity-Team bedankt sich bei der Klimainitiative Mülheim für die Möglichkeit, das Programm im Rahmen dieses Beitrages vorstellen zu dürfen und auch auf die vom 14.4. bis zum 14.5. laufende Crowdfunding-Kampagne aufmerksam machen zu dürfen.

Zusammentreffen der Bremer und der Ruhrgebiets-Gruppe von climactivity im August 2020 zum Design der climactivity-App: v.l.n.r. Kathrin Wischnath (Bremen), Carina Zöllner (Essen), Marcel Ney (Essen), Daniel Dahlhaus (Herne), Uli Wischnath (Bremen), Johannes Dabringhausen (Mülheim), Melanie Bartels (Mülheim)

Mehr Informationen auf: https://climactivity.de/

Nähere Informationen zu climyctivity auch im Rahmen unseres nächsten
online-KlimaForums am 22.04.2021.
Johannes Dabringhausen steht dann auch für Fragen bereit!

[Titelbild von Beitragsfoto von Johannes Dabringhausen]

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