Am 23.06.2025 versammelten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger an der Ecke Am Deich / Kolkerhofweg in Mülheim zu einer geführten Besichtigung der örtlichen Windenergieanlage. Bereits zu Beginn informierte Frau Ursula Specht von der Unteren Naturschutzbehörde über brütende Vogelarten im Umfeld der Anlage und bat die Gruppe aus Rücksicht auf die Natur, während der Führung eng beisammen zu bleiben.
Zahlen, Daten, Fakten
Die Windkraftanlage selbst – eine Enercon E-82 E2 – beeindruckte durch ihre Dimensionen: Mit einer Nabenhöhe von 108 Metern und einer Gesamthöhe von 149 Metern ragt sie deutlich sichtbar über das Gelände der benachbarten Deponie hinaus. Der Rotordurchmesser beträgt 82 Meter, jedes der drei Rotorblätter ist 39 Meter lang und wiegt rund 24 Tonnen. Insgesamt bringt die Anlage rund 1.100 Tonnen auf die Waage – davon allein 938 Tonnen auf das Fundament aus Beton.
Herr Marius Schreckenberg präsentierte den Gästen spannende technische Fakten zur Anlage: Mit einer Nennleistung von 2,3 Megawatt erzeugt sie jährlich etwa 5 Millionen Kilowattstunden Strom. Das reicht aus, um rund 2.000 Drei-Personen-Haushalte zu versorgen – das entspricht etwa 4 % der Mülheimer Bevölkerung. Gleichzeitig vermeidet die Anlage jährlich rund 5.500 Tonnen CO₂ – ein wichtiger Beitrag zum lokalen Klimaschutz.
Einblicke und Ausblicke
Ein besonderes Highlight war der Einblick in das Innere des Turms. Unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften konnten die Teilnehmenden einen Blick in das Herz der Windkraftanlage werfen. Herr Jürgen Zentgraf schilderte dabei anschaulich das Genehmigungsverfahren und gab Einblicke in die Herausforderungen eines solchen Projekts.
Bei bestem Wetter bot sich vom Deponiehügel zudem ein beeindruckender Ausblick auf die Landschaft – mit der Windkraftanlage als sichtbares Zeichen für die Energiewende in Mülheim. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten großes Interesse, stellten zahlreiche Fragen und nahmen wertvolle Einblicke mit nach Hause.
Fazit:
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg – informativ, eindrucksvoll und ein wichtiges Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung im Einklang mit Natur- und Klimaschutz.
Quelle
- medl GmbH
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Bildquelle: © Sabrina Deuser


