Ausstieg aus der Kerntechnik vollzogen aber noch viele Klimaschutz-Herausforderungen in der Energiewirtschaft offen

Eine aktuelle Analyse des Think Tanks Ember hat ergeben, dass trotz eines Rückgangs der Umweltverschmutzung im Energiesektor der EU im vergangenen Jahr immer noch mehr als 60 Prozent der Verschmutzung auf die Verbrennung von Kohle zurückzuführen waren. Diese besorgniserregende Zahl verdeutlicht die dringende Notwendigkeit, den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren und auf nachhaltigere Energiequellen umzusteigen.

Besonders alarmierend ist, dass die zehn größten Kohlekraftwerke Europas im Vorjahr für ein Viertel der Emissionen des gesamten Stromsektors verantwortlich waren. Diese Anlagen, die hauptsächlich in Polen und Deutschland zu finden sind, trugen allein 13 Prozent zu den Gesamtemissionen der EU bei. Diese erschreckenden Zahlen verdeutlichen die erheblichen Auswirkungen, die Kohlekraftwerke auf die Umwelt haben.

Harriet Fox, Analystin bei Ember, betonte: „Kohlekraftwerke tauchen immer wieder auf der Liste der schmutzigsten Anlagen in der EU auf.“ Dies zeigt, dass trotz der Bemühungen um den Ausbau erneuerbarer Energien und die Reduzierung der Kohleverstromung, diese fossile Brennstoffquelle weiterhin ein ernsthaftes Umweltproblem darstellt.

Die Liste der schmutzigsten Anlagen wird von dem polnischen Kraftwerk Bełchatów von PGE angeführt, gefolgt von RWEs Kohlekraftwerk Neurath in Deutschland und dem Kraftwerk Boxberg, das vom tschechischen Unternehmen EPH betrieben wird. Es ist besorgniserregend festzustellen, dass sich unter den Top 10 der schmutzigsten Anlagen vier weitere deutsche Kohlekraftwerke befinden. Dies verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Deutschland steht, um seinen Energiemix klimafreundlicher zu gestalten.

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Beispielbild: Bild von Анатолий Стафичук auf Pixabay

Angesichts dieser alarmierenden Daten ist es von größter Bedeutung, dass Maßnahmen ergriffen werden, um den Ausstoß von Kohlendioxid weiter zu reduzieren und den Übergang zu saubereren Energiequellen zu beschleunigen. Es ist dringend erforderlich, dass sowohl Regierungen als auch Unternehmen verstärkte Anstrengungen unternehmen, um die Nutzung von Kohle zu verringern und die Entwicklung von erneuerbaren Energien zu fördern. Nur so kann die EU ihre Klimaziele erreichen und die Umweltbelastung durch den Energiesektor erheblich reduzieren.


Titelbild: Beispielbild von Foto-RaBe auf Pixabay 

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